Ein paar Einschätzungen (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Bahngenießer, Sonntag, 10.01.2021, 11:29 (vor 14 Tagen) @ sibiminus
bearbeitet von Bahngenießer, Sonntag, 10.01.2021, 11:30

Ein paar Einschätzungen zu den geplanten Änderungen:

1) Nachlösen beim Personal im Zug ist im Nahverkehr ohnehin meist nur dort möglich, wo in Ausnahmefällen kein Erwerb am Bahnhof möglich war. (Automat defekt oder weder am Bahnhof noch im Zug vorhanden!) Daher wird den Bordpreis im Nahverkehr kaum jemand vermissen.

2) Produktübergänge kauft man sich eher im Fernverkehr, selten im Nahverkehr. Daher kann ich den Wegfall im Nahverkehr verstehen. In Fernverkehrszügen sollte man Produktübergänge meines Erachtens aber weiterhin noch anbieten. Denn es kann immer wieder mal passieren, dass man sich sehr spontan gezwungen fühlt, einen höherrangigen Zug zu benutzen. (Beispiel: Der eigentlich anvisierte Nahverkehrszug steht mit 120% Auslastung am Bahnsteig, da kommt plötzlich noch ein verspäteter IC in dieselbe Richtung und ist nur zu 20% ausgelastet.)

3) Wagenklassenübergänge (von der 2. in die 1. Klasse) sollten nach meiner Meinung in allen Zügen verkauft werden, in denen Zugpersonal mit Verkaufsmöglichkeit vorhanden ist. Man kann natürlich zur Auflage machen, dass sich der Fahrgast noch aus der 2. Klasse heraus beim Personal melden muss.
Meistens geht es doch nur um die Alternative: Der Fahrgast erwirbt einen Wagenklassenübergang im Zug oder er bleibt zähneknirschend in der 2. Klasse. Also für die Bahn: Sie verkauf den Übergang oder verzichtet auf die zusätzliche Einnahme.

4) Dass unpersönliche Zeitkarten künftig teurer als persönliche Zeitkarten sind, ist meines Erachtens gar nicht so schlecht. Ich habe übrigens eine persönliche VRR-Zeitkarte (Ticket2000), obwohl ich für die übertragbare Variante nicht mehr gezahlt hätte.

5) Unterschiedliche Preise bei Bartickets je nach Wochentag/Tageszeit halte ich nur insofern für sinnvoll, dass es beispielsweise für die Schwachverkehrszeit verbilligte Karten (z. B. Happy Hour) gibt.
Die Preis-Unterschiede sollen m. E. aber nicht dazu führen, dass man sich im Vorverkauf bei Einzelkarten nicht nur auf das Datum, sondern auch auf den Zug festlegen muss.


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