Vernunft könnte in den Bahntower einziehen (Aktueller Betrieb)

GUM, Donnerstag, 26.11.2020, 20:02 (vor 2074 Tagen) @ ffz
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 26.11.2020, 20:03

Hallo,

die DB AG steuert auf einen Rekordverlust von fast 6 Milliarden Euro zu https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-steht-wohl-vor-Rekordverlust-article22191260.html der nicht nur , aber auch an dem erheblichen Fahrgastrückgang im Fernverkehr durch Corona liegt.

Dazu kommt noch, dass die GdL die Schlichtung für gescheitert erklärt hat, damit sind Streiks der GdL ab März 2021 sehr wahrscheinlich. Das dürfte das Ergebnis 2021 nicht gerade verbessern.

Die Frage die sich für mich vor allem stellt, ist was das für langfristige Auswirkungen auf das Angebot im Fernverkehr bedeutet, sollte es dazu kommen wonach es aktuell aussieht, dass der Bund einen großen Teil des Verlustes nicht ausgleichen wird.

Hallo ffz,
liebe Community,

Hauptproblem bei den aktuellen Verlusten scheint für mich als Nicht-Bahner eine gewisse Sturheit beim Bahn-Management zu sein.

Während aktueller Presseberichte im Nahverkehr wohl mehr als die Hälfte der Passagiere da ist, sieht es im Fernverkehr wesentlich schlechter aus.

Da zudem das passiert, was alle vier Jahre passiert und zum "Superwahljahr" hochgejubelt wird, endet das Zeitfenster sehr schnell.

Bis zur Wahl soll der Eigentümer ja vergessen haben, was passiert ist. Deshalb meine reine Mutmaßungen und Beantwortungsversuch auf Deine Fragen:

1.) Gestern gab es eine interessante Presse-Mitteilung der Gebietskörperschaft EU zu Beihilfen für den Schienenverkehr in Österreich:

Freigabe von Beihilfen für österreichische Eisenbahnen

Deshalb wird für Deutschland durchaus argumentiert werden, dass es beihilferechtlich keinerlei Einwendungen gibt.

In der Nullzinsphase kann man durchaus Geld abregnen lassen, kostet ja nix. Auf den ersten Blick.

Also an Liquiditäts wird es nicht mangeln.

2.) Neue Besen kehren gut: Mit einer Umbildung an entscheidender Stelle könnte Aufbruch signalisiert werden. Und wenn schon die vergleichsweise kleine Lufthansa so viel Geld bekommen hat, da sind doch die paar Milliarden....

3.) "Green Deal" Komponente: Auch hier lassen sich Klimaschutzgelder aktivieren.

4.) Tages-Verluste reduzieren: 2 Stunden-Takt der weißen Flotte und langsameres Bauen.

Beim Nahverkehr Angebot wie 2020.

Das sind so die ersten Ideen beim Blick in die Glaskugel.

Was haltet Ihr davon?

Liebe Grüße

GUM

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