Unfreiwillig den Bahnreformmurks offengelegt ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 23.09.2020, 09:42 (vor 2021 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 23.09.2020, 09:43

Hey.

Bemerkenswert ist ja eines: ließt man sich die ganze Antwort auf die Anfrage durch, dann wird dort ab und an auch Cargo erwähnt. Nur heißt es da regelmäßig: Cargo steht im Wettbewerb und darum veröffentlichen wir die Zahlen nicht. Was nachvollziehbar ist.

Nur: mit der Bahnreform wollte man uns doch glauben machen, dass auch der FV im Wettbewerb steht. Folgerichtig logisch dürfte dann DB FV auch keine Zahlen veröffentlichen!

Aber das Gegenteil ist der Fall. Munter werden fröhlich alle möglichen Zukunftsperspektiven zum Besten gegeben.

Das zeigt schön das ganze Dilemma auf: einerseits soll SPFV ein ganz normaler Markt sein - andererseits halten es selbst Bundestagsmitglieder der Marktfetischistenpartei für selbstverständlich, dass 'ihr eigenes Staatsunternehmen' seine Marktpläne veröffentlicht.

Das paßt vorne bis hinten nicht zusammen.

Beim Netz kann es in der Form keinen Wettbewerb geben. Bei Regio gibt's den nur bei der Ausschreibung, aber nicht im anschließenden Betrieb, im Fernverkehr soll es ihn theoretisch geben, was praktisch nur verschwindend gering der Fall ist, Cargo dagegen ist echter Wettbewerb.

Und das alles vereint in einem Konzern, bei dem der Eigentümer noch nicht mal so richtig weiß, ob er ihn nun von vorne führen soll oder sich im Prinzip drauf beschränkt, hin und wieder mal zu schauen, was die angestellte Belegschaft da so treibt.

Alles halber Kram. Das Ergebnis sieht man täglich im deutschen Bahnverkehr ...

25. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung vor, ob die Wartung der gebrauchten Triebzüge von der österreichischen Westbahn durch die DB AG vorgenommen werden kann?
Falls nein, welche zusätzlichen Kosten entstehen dadurch?

Nach Auskunft der DB AG wird die betriebsnahe Instandhaltung im Fernverkehr grundsätzlich in Eigenleistung erbracht. Vor diesem Hintergrund arbeitet die DB AG derzeit an der Übernahme der Durchführung der Instandhaltungsarbeiten von der ÖBB Stadler Service GmbH (ÖSS). Hierzu ist allerdings die Werkeinfrastruktur an die fahrzeugspezifischen Besonderheiten der Triebzüge der österreichischen Westbahn anzupassen. Die notwendigen Projekte haben laut DB AG bereits begonnen. Durch die Instandhaltung bei ÖSS in Wien entstehen keine zusätzlichen Kosten, da Wien fahrplanmäßig mit diesen Zügen täglich angefahren wird.


;-)))))))

Ist natürlich nicht falsch. Aber fahrplanmäßig fährt man da eben nur wegen des Werkstattbesuchs hin.

Lese ich da aber heraus, dass der Nacht-IC dann bald aber Geschichte ist?


Schöne Grüße von jörg


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