Deswegen keine Fahrpreiserhöhungen! (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 20.08.2020, 20:58 (vor 2056 Tagen) @ Garfield_1905

Es geht hier doch um Personal die für die Infrastuktur oder Instandhaltung von gewissen Dingen zuständig ist.
Dafür ist aber die DB Netz AG oder auch die Station & Service AG zuständig und die haben beide mit den Fahrpreisen nichts am Hut.
Ebenso wirtschaften die Eigenständig und haben von den Fahrpreisentgelten oder auch Gewinnen nichts.

Du wirst lachen, aber das war mir im Prinzip auch schon bekannt. Aber ..., woher kommt denn das Geld, mit dem DB Netz und DB S+S wirtschaften ? Na klar, von den Gebühren, die die EVU's einschl. DB FV, Cargo und DB Regio zahlen. Und woher haben die das Geld ? Na klar, von den Fahrpreisen. Im Nahverkehr auch von den Landesnahverkehrsgesellschaften, aber das würde das jetzt komplizierter machen, lassen wir hier mal beiseite.

Also, DB Netz und DB S+S haben einen angenommenen Personalmehrbedarf, der will finanziert werden. Womit ? Na klar, von den Gebühren, die müssen ggfs. erhöht werden. Woher kommen die ? Von den EVU's. Woher kriegen die ihre Knete her ? Von den Fahrpreisen. Wenn also DB Netz und DB S+S mehr Geld haben wollen, müssen die EVU's mehr bezahlen. Woher kommt das Geld ? Naaaa ....

hum......

da sind ein paar Sachen durcheinander..

DB Cargo & Mitkonkurrenten zahlen ihre Trassengebühren dank des Masterplan Güterverkehr nur noch zur Hälfte selbst (Rest übernimmt der Bund).
Das Geld mit dem die Infrastrukturunternehmen der DB wirtschaften kommt größtenteils nicht von den Trassenentgelten,
sondern vom Bund (LuFV-Mittel, Bedarfsplan, ..)
Aber darum gings hier im Detail ja gar nicht mal.
Nach LuFV finanziert die DB Betrieb und Instandhaltung vollständig selbst (sowie einen Teil der Investitionen aus Eigenmitteln).

Deine angeführten Punkte würden wohl doch eher in den Bereich Betrieb und Instandhaltung fallen.
Und doch.. sind insbesondere in diesen Punkten der Personalbedarf stark gestiegen als auch die eingesetzten Investitionsmittel - die Fahrpreise sind im gleichen Zeitraum jedoch stark gefallen.
Auch im LuFV- und Bedarfsplan-Bereich: Hier sind die Investitionen stark angestiegen im letzten Jahr, erheblich mehr Personal, viel mehr Baustellen als zuvor - so viel wie noch nie zuvor - die Fahrpreise sind im gleichen Zeitraum jedoch stark gefallen, um 16% dieses Jahr. Und vor allem sind die baustellenbedingten Verspätungen im gleichen Zeitraum deutlich zurückgegangen.

Aus höherem Personaleinsatz, höheren Investitionen etc. lässt sich also eben nicht schließen, dass anschließend deswegen die ICE-Fahrpreise steigen.
Die vergangenen Jahre zeigen dieses eben nicht auf und es ist für die Zukunft so auch nicht absehbar, im Gegenteil.


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