Wie bitte? (Allgemeines Forum)

Hustensaft, Donnerstag, 20.08.2020, 16:29 (vor 2061 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Problem an der Überlegung: Mehr Pünktlichkeit durch Entschädigung ab weniger Verspätungsminuten ist, dass das Gros der Verspätungen über 30 Minuten gar kein Bahnverschulden ist.

Es reichen ja oft auch schon 10 Minuten für einen Anschlussverlust und schwupps ist man bei einer Stunde.

Die meisten Verspätungen die durch technische Störungen an Fahrzeugen oder Infrastruktur entstehen, liegen im Bereich 0-30 Minuten. Manchmal auch 30-60 Minuten, selten über 60 Minuten.

Ah ja, weil der Zug wegen einer technischen Störungen vorzeitig endet, gar nicht erst abfährt oder gleich planmäßig ganz ausfällt - täglich hier im Forum zu lesen.

Verspätungen durch Streikauswirkung, Unwetter, Notarzteinsatz am Gleis, Feuerwehreinsatz neben der Strecke oder Polizeiliche Ermittlungen sind meist die, welche über 30 Minuten hinaus gehen. Und an den Verspätungen kann die Bahn relativ wenig ändern. Die ist systeminhärent.

Nun, an etlichen Unwetter-Auswirkungen könnte die DB schon etwas ändern - Randgehölze schneiden, Personal in Bereitschaft (besonders bei Schnee und Eis), selbst eine Erdung soll manchmal stundenlang dauern und vorher kann die Feuerwehr nicht löschen und auch Notfallmanager sollen gelegentlich erst nach Stunden eintreffen; in all diesen Fallkonstellationen trägt die DB durchaus ihr Scherflein zur Verspätung bei.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum