Wirtschaftlichkeit hat auf Schienen nichts zu suchen (Reiseberichte)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 30.12.2019, 08:17 (vor 2274 Tagen) @ J-C
bearbeitet von 218 466-1, Montag, 30.12.2019, 08:21

Die Zeiten, wo eine Bahn einfach nur so viel Geld reingesteckt bekommt, wie es ihr grad in den Kram passt, sind vorbei. Will die Bahn dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen, muss sie eben wirtschaftlich sein.

Sie soll aber dem Steuerzahler auf der Tasche liegen! Es ist politisch einfach falsch, an der Mobilität Geld verdienen zu wollen. Die Eisenbahn soll nicht wirtschaftlich, sondern gemeinnützig und subventioniert sein! Deutschand ist nicht so arm, wie die Wutbürger immer dann meinen, wenn in etwas investiert wird, das ihnen (und ihrem Auto) keine Vorteile bringt.
Eine zuverlässige und komfortable Bahn hat ihren Preis und ist es wert.

Da ist halt eine Balance zu finden zwischen Kapazität, Wirtschaftlichkeit und Komfort.

Der Komfort spielt aber offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle. Seit dem Jahr 2000 neu beschaffte Züge sind alle deutlich unbequemer als die des vorherigen Jarhunderts. Sorry, aber wenn der PKW bequemere Sitze als der Zug hat, sehe ich keinen Grund, weiterhin Züge zu nutzen. Das hat mich bei DB zuletzt immer aufgeregt. NJ Transit und Amtrak sind zum Glück nicht so geizig und gewinnorientiert.

Bis vor ~20 Jahren gab es bei DB so gut wie nie Zugausfälle, die auf technische Störungen zurückzuführen waren. Heuer ist der Fahrplan zu einer Lotterie verkommen.
Und dann werden bequeme, funktionierende Wagen und Tfz einfach verkauft (immerhin nicht einfach abgestellt und zwingend verschrottet, was ich durchaus positiv sehe), obwohl der Fahrzeugmangel noch lange nicht beseitigt ist. Da fehlt mir einfach das Verständnis.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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