Ist Subventionierung RE Coburg–Erfurt nach AEG erlaubt? (Allgemeines Forum)

SPFVG, Samstag, 10.08.2019, 01:59 (vor 2433 Tagen) @ ICETreffErfurt

Was ich mich frage, ob es da überhaupt rechtliche Probleme geben könnte. Immerhin dürfte es das erste mal seit 1994 sein, dass ein Nahverkehrszug eine deutlich mehr als 50 km lange Strecke non-stop ohne Zwischenhalte befahren soll.

Laut dem AEG wäre das ja dann kein Nahverkehr mehr.

Das AEG sagt:
(12) Schienenpersonennahverkehr ist ein Verkehrsdienst, dessen Hauptzweck es ist, die Verkehrsbedürfnisse im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr abzudecken. Das ist im Zweifel der Fall, wenn in der Mehrzahl der Beförderungsfälle eines Zuges die gesamte Reiseweite 50 Kilometer oder die gesamte Reisezeit eine Stunde nicht übersteigt.

Es geht also um die Mehrheit der Beförderungsfälle. Da kann man tricksen, indem man einen sehr langlaufenden RE in einem Teil an jedem Gartenzaun halten lässt und nur im 2. Teil dann nonstop wie ein IC durchfährt.
Genau das wird z.B. bei Donauwörth-Nürnberg gemacht, bis Augsburg halten die 612 aus Lindau fast überall bzw. halt oft genug.
Nachteil: Man bekommt keine Fernverkehrstrasse im leicht billigeren Metro Basic Tarif.

Am Ende ist das ganze allerdings auch nicht wichtig, notfalls könnte man es wie bei einigen IC2-Linien machen: Offiziell FV aber mit NV-Freigabe, wobei die Länder Kompensation zahlen. Scheint auch nicht illegal zu sein.


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