wahrlich munter geschrieben (Reiseberichte)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 03.08.2019, 18:31 (vor 2427 Tagen) @ Krümelmonster
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 03.08.2019, 18:35

Danke! Merci, bedankt!


"Ich fragte ihn, wie lange die Umleitung dauert, diese Info war ja essentiell für mich. Er trotzig: „Keine Ahnung!!!“. Warum darf ein Tf eine Strecke fahren, für die er offenkundig keine Streckenkunde hat? Ob der Vorgeschichte wurde ich dann leider etwas unsachlich."

Hier gibt es ein Hp0 für Dich. Du leitest eine Sache von etwas ganz anderem ab. Daß der Tf keine Aussage machen kann wie lange eine Umleitung dauert hat nichts mit Streckenkunde zu tun, sondern mit der zu erwartenden außerplanmäßigen Zugdichte. Da wollen auch andere durch und wie lange was genau gesperrt ist, wie soll er das wissen können?


"weil die Strecke eingleisig ist, sie hofften so schnell wie möglich durchzukommen, wenn es gut läuft, werden es + 30. Das war doch mal ein Wort! Warum nicht gleich so?"

Wie gesagt, darauf hättest Du als alter Hase von allein kommen können. Das sich im Führerstand verstecken ist natürlich kein werbewirksamer Service am Kunden. Aber wer weiß, wie viele Pausen die Männer zwischen zwei Zügen schon nicht nehmen konnten.


"Ab dem 10.06. schließen die Türen 30 Sekunden vor der Abfahrtszeit"

Lange nicht in Belgien gewesen. Ich dachte die schreiben dort alles zweisprachig auch auf niederländisch. Ist das bei der Staatsbahn generell nicht so? Bei so manchen Produkten im Supermarkt war auf zwei Sprachen zu lesen.


Eklektizismus (...) schreibt man das Wort nicht 'Elektrizität'???


"Die DB zeigte bereits am Morgen, was in ihr steckte, und ließ den ersten Rüssel-ICE ausfallen. Den zweiten auch."

Stark! So etwas zu lesen ist genau wie das Gefühl, das man nach 14 Tagen Tunesien beim Besteigen des Fliegers in Monastir zurück nach Düsseldorf aus Vorfreude hat: War echt schön hier. Aber Heimat, du fehlst mir auch! ;)


"Nachdem ich ihnen übersetzt hatte, gingen sie ernsthaft davon aus, dass in Duisburg direkt nach Ankunft der Busse ein eigener Ersatzzug bereit steht – die kennen die DB nicht!"

Sehr nett. Da musste ich direkt lachen.


"Es ist mir unbegreiflich, wie man die gleiszugewandte Seite mitten auf der Brücke ohne Zugang beschmieren kann."

Die laufen da nachts einfach hin. Für die andere Seite der gezeigten Wand direkt über dem Abgrund wäre meine Anerkennung höher.


Fazit: Meine Erkenntnis bestätigt sich bei dieser Lektüre leider wieder. Man muß zum Bahnfahren echt Lust und Nerven haben, jederzeit mit allem rechnen. Man erlebt schon auf kurzen Etappen viel, manchmal viel zu viel und schön bleibt es dann nicht in Erinnerung. Schade, wenn Bahnfahren immer wieder einem unkalkulierbaren Abenteuer gleich kommt als ginge es zu Fuß durch den Amazonas. Wie viele Tagesrundfahrten ich im vergangenen Jahr abblasen musste. Dreimal vergeblich versucht auf die Zugspitze zu kommen. Selbst mein unschuldiger Versuch von Köln aus nach Puttgarden zu kommen zum Fähre fahren sollte erst beim 4.(vierten) Anlauf klappen! Also Köln - Puttgarden direkt über Osnabrück versteht sich und nicht etwa über Indien - Nordkorea - Alaska. Nur damit da keine Missverständnisse aufkommen.


Frage zum Schluß: Der Hinweis des Zub einfach den TGV nach Paris nehmen und ab da den THA nach Brüssel. Gibt es zu sowas Erfahrungswerte? Spielen da ausländische Bahnen einfach mit?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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