Ankunftsgong DB eine Oktave höher als Abfahrtsgong DB (Allgemeines Forum)

ThomasK, Dienstag, 28.05.2019, 22:00 (vor 2516 Tagen) @ MC_Hans

Sensationell! Wusste ich auch noch nicht.

Bei genauerem Zuhören des verlinkten Gongs klingt es für mich aber nicht nach D-B (große Terz abwärts), sondern eher wie ein Quartsprung abwärts bzw. des'-(as+f').


Du hast ein sehr gutes Gehör.

In der Tat ist es so, dass international der Halbton unter C die Bezeichnung B hat und ein weiterer Halbton unter B dann Bb bzw. Bes und danach kommt ein weiterer Halbton tiefer das A.

In Deutschland allerdings wird - entgegen den internationalen Vereinbarungen - der Halbton unter C nicht B bezeichnet, sondern H. Erst ein weiterer Halbton unter dem H kommt dann in Deutschland das B.

Das hast du sehr gut herausgehört.

Gemäß Marketingvorgabe ist der Ankunftsgong DB genau eine Oktave höher, d.h. die beiden Töne D B haben beide die doppelte Frequenz. Um diese doppelte Frequenz zu untermauern, hat die DB-Marketingabteilung festgelegt, dass beim Ankunftsgong der zeitliche Abstand zwischen den beiden Tönen D B nur halb so groß ist, wie beim Abfahrtsgong D B.


Hier wird das Ganze gezeigt am Beispiel Frankfurt (Main) Hbf:

https://www.youtube.com/watch?v=i4m6cwPX0AU

0:03 Abfahrtsgong DB (hier für Gleis 9)
0:15 Ankunftsgong DB eine Oktave höher, also doppelte Tonfrequenz und zeitlicher Abstand DB halbiert (hier für angekommenden ICE 1 auf Gleis 8)
0:22 Abfahrtsgong DB (hier für abfahrenden ICE 3 nach München Hbf auf Gleis 7)

Bei den SBB höre ich anstatt es-b-b eine Sequenz es-b-ges (Molldreiklang), CFF klingt für mich nach c''-f'-des', FFS (f'-f'-es') ist dagegen korrekt umgesetzt.

Die DB und SBB hätten es also etwas genauer nehmen können.


Naja, die DB hat sich gedacht, dass die User des ICE-Treffs von Musik sowieso keine Ahnung haben; also brauchen wir es da nicht so genau zu nehmen. *lach* :)

Manche definieren ja das eingestrichene a auch über eine Frequenz von 440 Hz und manche über eine von 442 Hz.

Ich weiß aber nicht, wie viel Prozent der Bevölkerung das absolute Gehör haben. Ich glaube, das ist weniger als ein Prozent.


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