Ardennen nicht sehr hoch; Lüttich aber sehr tief. (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Dienstag, 26.03.2019, 21:00 (vor 2578 Tagen) @ Oscar (NL)

Höhenprofil, mal grob geschätzt:

km   Ort      Höhe (m)

000  Lüttich      63
020  Aywaille    289
040  Manhay      439
060  Houffalize  330
080  Bastenaken  510
120  Arlon       385


Das ergibt folgende mittlere Neigungen:

Lüttich - Aywailie 11,3 ‰
Aywailie - Manhay 7,5 ‰
Manhay - Houffalize 5,5 ‰
Houffalize - Bastenaken 9,0 ‰
Bastenaken - Arlon 6,2 ‰

Die Frage ist nicht, ob Rennzüge diese Steigungen schaffen, sondern höchstens, wieviel Zeitverlust sie dadurch erleiden. Es stellt sich tatsächlich die Frage, ob 300 km/h vor dem Scheitelpunkt der Strecke erreicht werden könnten, v.a. in Richtung Nord-Süd. Es stellt sich aber auch die Frage, ob das denn überhaupt nötig ist.

Alternativ müsste man eine Grosskurve Lüttich-Seraing-Huy-Ciney-Arlon trassieren. Ist nicht so steil aber erheblich länger. Dann wird's eher eine Rennbahn K-F.

Ist das Ziel, möglichst schnell zu fahren, oder in möglichst kurzer Zeit von L nach A zu kommen? Im letzteren Fall wäre wohl eine Streckenverlängerung mindestens ebenso kontraproduktiv wie exzessive Tunnelbauten.

Die Italiener machen das auch, z.B. auf Bologna-Florenz. Gut, ist nicht wirklich ein Basistunnel, aber immerhin 73 von 78 km in Tunneln.

Das wäre heute nicht mehr bewilligungsfähig. Tunnel dieser Länge müssen aus Sicherheitsgründen zweiröhrig gebaut werden. Dadurch entstehen entweder horrende Baukosten oder aber relativ enge Tunnelquerschnitte mit entsprechende hohem Luftwiderstand (vgl. Gotthard-Basistunnel).

Ausserdem darf ich daran erinnern, dass die NBS Bologna-Florenz Neigungen bis 18 ‰ aufweist (gegenüber 13 ‰ auf der alten (unter Mussolini erbauten) Direttissima bzw. 16 ‰ auf der bestehenden Ardennenbahn). Die Höhe des Scheitelpunkts konnte ich leider nicht eruieren.

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