Warum die Deutsche Bahnpolitik so schlecht ist (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Mittwoch, 09.01.2019, 14:53 (vor 340 Tagen) @ markw

Es gibt Probleme mit der Bahn, aber so wie die Debatte geführt wird, nervt sie und führt am Problem vorbei. Denn das Problem ist nicht die Bahn, sondern die Bahnpolitik, denn auch wenn es Spielräume gibt, so ist die Bahn wie sie jetzt ist, im Wesentlichen das Ergebnis einer verfehlten Bahnpolitik. Da kann ich jetzt keine perfekte Analyse liefern, aber ein paar zentrale Dinge fallen mir ein:

1. Die verfehlte Vorstellung, dass Privatisierung um jeden Preis zu einer besseren Bahn führt und das man damit dann sogar Gewinne machen kann. Ich habe auch für ein privates Bahnunternehmen gearbeitet und ich glaube auch, dass man Gewinne machen kann. Aber im Großen und Ganzen ist die Bahn eher eine Unternehmung, in die der Staat dauerhaft mehr oder weniger investieren muss.

Und der Staat investiert ja schon sei je dauerhaft in die Bahn. Die entsprechenden Infrastrukturausgaben des Staates haben doch die Dividende klar überstiegen. Im bestellten Nahverkehr funktioniert dies ja im wesentlichen. Das Problem ist doch einfach dass der Staat zu wenig investiert hat und dass die interne Struktur der Bahn und wie der Eigentümer seine Vorstellungen in das Unternehmen eingebracht ineffizient und teilweise kontraproduktiv sind. Ob das Ganze jetzt eine AG, GmbH oder eine Stiftung ist ja bei weitem nicht die wichtigste Frage.

Die Vorstellung, dass man hier Gewinne machen, führt zu einer runtergewirtschafteten Infrastruktur, wie wir sie jetzt haben.

Wieso? Der Staat kann der DB Netz doch alle Infrastruktur die sie will finanzieren ohne dass dies von der Tatsache dass DB Fernverkehr (kleine) Gewinne macht beeinflusst wird?


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