Niedrigere Stornogebühr ist Augenwischerei (Fahrkarten und Angebote)

mdst, Mittwoch, 01.08.2018, 13:57 (vor 2793 Tagen) @ br752
bearbeitet von mdst, Mittwoch, 01.08.2018, 13:59

Meiner Meinung nach ist die "niedrigere" Stornogebühr jetzt einfach in den Preis mit eingerechnet. Hatte gestern Abend für diverse Verbindungen Preise angeschaut und mit den Preisen ab heute verglichen. Bei den meisten Verbindungen ist der "alte" Preis jetzt der nicht stornierbare Super-SP. Der neue "normale" SP hingegen im Schnitt ca. 8-10 EUR teurer als gestern. Teilweise liegt sogar der neue Super-SP über Nacht um die 10 EUR als der alte SP. (Also noch eine versteckte Preiserhöhung, die außerhalb des jährlichen Dezember-Turnus stattfindet).
Effektiv ist die Änderung also so, als ob alle grundsätzlich die halbe Stornogebühr so oder so zahlen (ob storno oder nicht), die "restlichen" 10 EUR dann halt nur, wenn man tatsächlich storniert. Nur, wer jetzt den Super-SP nimmt, für den bleiben die Preise ähnlich. Und der wirklich günstige, alte Aktions-SP ist so gut wie abgeschafft.

Dass man jetzt auch mit dem Super-SP auch sehr hochpreisige nicht stornierbare Angebote hat, finde ich auch extrem kundenunfreundlich. Früher war das noch vertretbar, wo die Aktions-SP meist maximal um die 30 EUR betrugen, aber bei hochpreisigen Super-SPs wird das ja wohl kaum jemand riskieren. Dass Storno ausgeschlossen ist, mag noch vertretbar sein, aber es gibt ja seit einigen Jahren nicht mal mehr den Sparpreis-Zusatz. Mindestens dieser sollte in dem Zusammenhang dann wieder angeboten werden. Wenn mal jemand einen Super-SP für bsp. 100 EUR bucht und knapp den Zug verpasst, weil der Bus zum Bahnhof zu spät ankommt o.ä., den sieht die Bahn wohl danach vermutlich nie wieder. Das Preissystem gleicht sich in Bezug auf Unflexibilität mehr und mehr den Fluggesellschaften an - ohne aber vom Preiseniveau her an Fluggesellschaften zu erinnern.


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