Spielzeugbahn fährt immerhin so, wie erdacht (Aktueller Betrieb)

worfie, Samstag, 30.06.2018, 20:00 (vor 2863 Tagen) @ JanZ

4.) Unterhält ein seriöses Bahnunternehmen auch genügend Wagenmaterial, um Ausfälle standesgemäß zu kompensieren.

Definiere "seriöses Bahnunternehmen"!


Und definiere „standesgemäß“. Davon abgesehen bestreite ich wenig von dem, was Worfie geschrieben hat. Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass man es sich nicht gefallen lassen muss, wenn die DB ICE-Fahrpreis kassiert, aber nur einen IC fährt. Nicht mehr und nicht weniger.

Standesgemäß, ja der Jurist in mir würde dazu wohl sagen, dass der Ersatzverkehr mit Wagen von mittlerer Art und Güte im Vergleich zum gebuchten Produkt stattfinden muss. ;)
Was ich in der Realität von einem vernünftigen Bahnunternehmen erwarten würde: Dass das Ersatzmaterial sauber und frei von Schäden ist, Sitzplatzreservierungen so übernommen werden und der Ersatz von halbwegs ähnlicher Qualität ist. Ein mehdornisierter ICE A- oder B- Wagen tut sich ja abseits des ICE1 auch nicht mehr weltbewegend vom A/Bpmz unterscheiden, aber einen abgeranzten Bimz würde ich nicht als ansprechenden Ersatz sehen.

Aber da fängt ja die Mängelliste schon an. Selbst der normale Verkehr war (solange ich es bis Ende 2015 beurteilen konnte) und ist vermutlich heute auch immer noch meist sehr verdreckt und Schäden werden hingenommen. Und aufgrund der Art der vielen unterschiedlichen Wagen- und Wagenkonfigurationen werden Reservierungen zum ersten großen Störfaktor bei Problemfällen.

Was ich von einem seriösen Bahnunternehmen an erster Stelle erwarte:

- Klar veröffentlichte und verbindliche Fahrplanangaben für verkaufte Fahrkarten und Reservierungen. (Realzustand bei der DB: Vorkasse mit anschliessender Lotterie, was denn tatsächlich fährt).
- Dass eine Infrastruktur vorhanden ist, die auch Instand gesetzt wird. (ich sag mal, Marschbahn oder mehr als 3 Jahre Reparaturzeit für einen Aufzug oder die völlig je nach Ort entweder versifften oder gleich schon zugemauerten Bahnhöfe.)
- Eine ausreichende Personalplanung.

Und da scheitert die DB in allen Punkten.


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