Warum man Bahnfahren in Deutschland vermeiden sollte. (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 05.06.2017, 17:32 (vor 3230 Tagen) @ Blaschke

Vor Bremen meldet sich fröhlich die Schaffnerin, "alle vorgesehenen Anschlußzüge werden erreicht". Dabei sitzt sie gemütlich beim Lokführer im Steuerwagen - ja, liebe Schaffner, es ist halt blöd, wenn sich während der Durchsage der Hupton der Wachsamkeitstaste meldet...

Einer der Gründe, warum ich Blechelsen sehr zu schätzen weiss. Weder störende Arbeitsgeräusche von Stellwerken oder Führerständen, noch unverständliches Genuschel ggf. noch mit schlimmsten Dialekten.


Ankunft in Bremen dann mit satten 8 Min Verspätung. So ist der RE nach Osnabrück natürlich weg. Der muss ja zwingend pünktlich fahren. Auch wenn er unterwegs bei bis zu 5 Min Verspätung niemandem in die Quere kommt und in Osnabrück und unterwegs sowieso keine Anschlüsse bestehen und die Wende in Osnabrück zu schaffen wäre.

Sicher? Kennst Du die Wartezeitvorschrift? Es gibt auch Züge, die grundsätzlich 0 Minuten warten dürfen. Evtl. ist doch irgendwo ein Fahrstrassenausschluss mit FV-Zügen bei +5?
Ansonsten hilft es evtl. vorsorglich Anschlusswünsche beim ZuB auch ungefragt zu äussern.
Weiters stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit von den viel zu kurzen Umstiegszeiten. Wenn bei +8 bereits Anschlüsse verloren gehen, bedeutet das, Du hast dich auf Papieranschlüsse verlassen. Daher die Empfehlung an alle, grundsätzlich die Umstigszeit auf mindestens 10 Minuten zu setzen. Alles kürzer und nicht Bahnsteiggleich, braucht man gar nicht erst versuchen zu erreichen. Das sowas überhaupt als "Anschlüsse" geplant und veröffentlicht werden darf, ist bereits eine Störung.

Wieder eine Fahrt mehr, die nicht störungsfrei klappt; mittlerweile gibt es ja kaum noch eine Fahrt, die PERFEKT ffunktioniert. Das Bahnwesen Deutschlands sollte eine Wettbörse einrichten, wo der Kunde vor Antritt der Fahrt wetten kann, wie weit er störungsfrei kommen wird.
Der Fahrgast hier wendet sich jedenfalls MIT GUTEM GEWISSEN immer weiter ab von der Bahn und benutzt diese aufgrund der STÄNDIGEN Unzulänglichkeiten immer seltener. Wenn's nicht mal Feiertagsmittags auf abgelegenen Strecken über 200 km klappt ..

Also New Jersey steht Deutschland in dem Punkt nichts nach. In beiden Fällen ist einmal die sträfliche Vernachlässigung der Infrastruktur über Jahrzehnte einer der Hauptgründe für die Störungsanfälligkeiten.
In DE war zudem der "Komfort" in modernen Zügen für mich nicht mehr hinnehmbar, sodass Verbindungen aufwändig nach Fahrzeugen gewählt und NV-Verbindungen z.T. auf die Strasse verlegt werden mussten.
Immerhin ist das hier nun kein Problem mehr, weil es auf meinen Strecken nur drei Zugtypen gibt, die alle bequem sind.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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