Eine Frage der Perspektive... :-/ Abstimmung mit den Füßen (Allgemeines Forum)

john.lennon, Donnerstag, 27.04.2017, 21:38 (vor 3268 Tagen) @ musicus
bearbeitet von john.lennon, Donnerstag, 27.04.2017, 21:39

Welche Möglichkeiten hat man, als auf die Bahn angewiesener Kunde (kein Auto, kein Fernbus), denn zu zeigen, dass man das nicht akzeptieren will?

Einfache Antwort: kein Ticket kaufen!

Auf meiner Strecke ist der Flexpreis gerade an Freitagen oder Tagen vor und nach Feiertagen höher. Da ich aber nur so fahren kann, buche ich da. D.h. aber nicht das ich es "akzeptiere"

Die DB wird es anders sehen: Jeder der etwas kauft, akzeptiert zwangsläufig Preise und Konditionen. Ganz offensichtlich werden auch seit der Modifikation zum "Differenzierten Flexpreis" die Tickets weiterhin nachgefragt. Dass die DB das Wissen um ihre marktbeherrschende (Monopol-)Stellung in Bares ummünzt ist ebenso naheliegend wie für den Flexpreisfahrer ärgerlich, das Thema ist ja alles andere als neu.
Der DB als Kunde etwas zu "zeigen", funktioniert nur, indem man mit den Füßen abstimmt. In der Praxis heißt das: zu Hause bleiben oder auf einen anderen Verkehrsträger umsteigen.

musicus,

gute Analyse. Aber ich frage mich, wie viel das Ganze der Bahn bringt. Die paar Prozent mehr oder weniger dafür, dass mancher Kunde sich über ungewohnte Preise wundert oder gar ärgert?

Wenn ich mir überlege, dass nur 40% der Kunden mit Flexpreistickets fahren und dass der differenzierte Flexpreis bzw. Abweichungen vom "Standard"-Preis nur an manchen Tagen zur Geltung kommen, frage ich mich, wieviel das bringen soll. Wir reden ja von einem lächerlich kleinen Korridor von +/- 5% oder so was um den Dreh, der nur die Minderheit der Kunden an nur manchen Tagen betrifft. Das ist natürlich absurd wenig Varianz im Vergleich zum Fliegen, wo ein Pax auf MUC-TXL vielleicht 200€, ein anderer 500€ zahlt (beide in Eco Flex, nur unterschiedliche Buchungsklassen).

Ich persönlich finde die Neuregelung zum Fahrtantritt (nun zwingend am ersten Geltungstag) viel einschneidender. Seitdem buche ich nur noch einfache Fahrten. F*** the Bahn. So kriegen sie weniger Infos von mir hinsichtlich des geplanten Rückfahrtermins.


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