Neuer EN Rom-München (Allgemeines Forum)

ThomasK, Donnerstag, 18.08.2016, 13:56 (vor 3522 Tagen) @ interregio-2162

Der EN Rom-München und Zurück Verkehrt nicht mehr via Innsbruck und Brenner. Er Verkehrt über Salzburg- Villach. In Villach findet die Trennung/ Vereinigung mit dem Zugteil aus Wien statt.


Ja, das ist schon klar.

Aber in einer Marktwirtschaft legt der Kunde die Qualitätsstandards fest und nicht der Anbieter. Das ist das, was viele Bahnvorstände nicht begreifen wollen.

Aus Kundensicht stellt sich die Frage, warum man nicht über die Tauernbahn UND über die Brennerbahn ein vernünftiges Nachtzugangebot anbietet.

In den Achtziger Jahren hat das ja auch funktioniert. Wie bereits hier öfters erwähnt, hatten wir in der Hochsaison in den Achtziger Jahren VIER(!) Nachtzugpaare über den Brenner, die ungefähr im Zweistundentakt fuhren.

D 287 München Hbf ab ca. 16.14 Uhr - 16.16 Uhr
D 1487 München Hbf ab ca. 18.52 Uhr - 19.20 Uhr
D 1489 München Hbf ab ca. 21.00 Uhr - 21.30 Uhr
D 289 München Hbf ab ca. 23.11 Uhr - 23.20 Uhr.

Der D 288, also der Gegenzug des D 289 fuhr gegen 2.30 Uhr ab Bozen und kam in München gegen 6.30 Uhr an. Er wurde auch oft von Bergsteigern benutzt, die nach einer langen Bergtour noch in einer Wirtschaft saßen und dann nach Deutschland zurückfuhren.


Ich bin der Meinung, dass man auf den wichtigsten europäischen Magistralien sowieso ZWEI(!) Nachtzugpaare fahren lassen sollte, die im Abstand von ca. 2 - 3 Stunden verkehren sollten, um auf die individuellen Kundenbedürfnisse stärker einzugehen. Manche fahren lieber um 21 Uhr los, manche um 23 Uhr. Andere wollen um 7.00 Uhr ankommen, andere um 9.00 Uhr. Und dann gibt es noch die Leute die dazwischen ein- und aussteigen wollen.


Ich habe mal vor einigen Jahren die große Karwendelquerung (leider noch nicht die ganz große!) gemacht. Ich bin mit dem Zug von München nach Scharnitz gefahren und habe von dort aus die große Karwendelquerung gemacht. So, wie es meinen Präferenzen entspricht, an einem Tag versteht sich. Da ging es dann zu Fuss über das Karwendelhaus und verschiedene Bergketten bis nach Jenbach. Morgens bin ich um 9 Uhr in Scharnitz losgegangen. Nach 16 Stunden Fußmarsch kam ich gegen 1 Uhr nachts in Jenbach an. Da war ich froh, dass ich mit dem D 288 nach München zurückfahren konnte.

Nach der Gewalttour habe ich mich dann mit meinen Bergschuhen und verschwitzten Klamotten auf die Wiese gelegt und 3 Stunden gepennt, ehe der D 288 kam. Ich war dann um ca. 6.30 Uhr wieder in München.

Das geht heute nicht mehr. Das kann doch wohl nicht wahr sein, das alles immer schlechter wird.

A propos Scharnitz. Früher hatten wir einen Stundentakt Garmisch - Mittenwald - Scharnitz - Seefeld - Innsbruck. Heute natürlich nicht mehr, da in Seefeld gebrochen wird und der Zug in Mittenwald 9 Minuten steht. Seinerzeit hat die Zugkreuzung in Scharnitz mit der 111 und den Bn-Wagen bei dem Stundentakt geklappt. Heute geht das mit dem Talent 2, der ja bei weitem spurtstärker ist als eine 111 mit 5 Wagen, offenbar nicht mehr. Der Vorschlag, die 6 km Mittenwald - Scharnitz zweigleisig auszubauen, was verhältnismässig einfach gewesen wäre, um bei einem Stundentakt eine bessere Betriebsstabilität zu bekommen nebst zusätzlicher Trassen für die Urlauber ICE und eine Durchbindung der S-Bahn Innsbruck bis Mittenwald, wurde - wie nicht anders zu erwarten - natürlich wieder abgelehnt. Die Österreicher wären hierfür sogar gesprächsbereit gewesen, aber die Blockade kam aus Berlin.


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