Antwort dazu (Allgemeines Forum)

guru61, Arolfingen, Freitag, 20.02.2015, 14:39 (vor 4066 Tagen) @ Frank Augsburg
bearbeitet von guru61, Freitag, 20.02.2015, 14:40

Fatalerweise ist ein direkter Zusammenhang zwischen höherer quasistatischer Führungskraft und Schienenverschleiß so eindeutig wie behauptet nicht existent. Nicht weil ich das so sage, sondern die Mehrheit der Fachkräfte, übrigens auch von Schweizer Schienenfahrzeugherstellern. Die aber sehen das vollkommen entspannt, da sie als Nicht- Lokomotiven- Hersteller von dem Problem nicht betroffen sind.
Man wird wohl weiter miteinander sprechen müssen.

Schöne Grüße aus dem sonnigen Nürnberg
Frank

Sorry, aber du blendest da noch einiges aus, dass auch auf den Verschleiss einwirkt:

Traktionskräfte: Seit etwa 30 Jahren geht man, weil man den höheren Adhäsionskoeffizienten ausnützen will, in den Bereich des Makroschlupfs hinen. Erkennbar am schrillen Pfeiffen, das sich im Grenzbereich einstellt.
http://retro.seals.ch/digbib/view?pid=sbz-002:1965:83::783
Wie heir schön bschrieben und im Diagram auf Seite 883 gezeigt, wächst die Zugkraft mit dem Makroschlupf, bis er ins Schleudern übergeht. Nur dank der Ausnützung dieser Breiche ziehen heute 4 achsige Lokomotiben soviel, wie früher sechsachsige. Nun ist Makroschlupf nichts anderes, wie spanabhebendes Bearbeiten der Schienen.

Dann kommt die Beschleunigung:
[image]

das Xi ist der Zuschlag für rotierende massen. Lassen wir das mal weg und rechnen mit der Beschleunigung von 1.1m/s der bei bei der SBB KISSte (RABe511) angegeben ist:
Da kommen wir auf einen Beschleunigungswiderstand von 112 N/KN Zugkraft pro Kilonewton.
Zum Vergleich: Der Steigungswiderstand am Gotthard beträgt 26 N/KN.

Wenn man das rechnet, wundert es nicht, dass gerade die S- Bahnen regelmässig in den Makroschlupfbereich kommt.

Dann haben wir die Neigezüge: die fahren schneller durch die Kurven, Die Seitenkräfte werden zwar gelindert, aber die Rückwirkungen aufs Gleis werden grösser. Auch hier macht sich das in erhöhtem Verschleiss bemerkbar.

Güterzüge sind heute schneller unterwegs: Währed früher bei 80 weithegend Schluss war, ist heute 90 die Botmgeschwindigkeit und 100 und 120 kommen immer mehr.

Es wird auch stärker gebremst. Im Genesatz zu früher nicht mehr mechanisch sondern zuerst elektrisch und dann erst in 2. Priorität mit der Luftbremse. Somit ist die Bremserei auf die länger Antriebsachsen konzentriert, was auch wieder erhöhte Kräfte erzeugt.

Und und und.

Gruss Guru


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