CH: Verschleissgerechte Trassenpreise (Video) (Allgemeines Forum)

guru61, Arolfingen, Freitag, 20.02.2015, 12:19 (vor 4065 Tagen) @ Frank Augsburg

Gumoing,

interessant, aber nicht neu. Ob ein Tatzlagerantrieb für sich genommen ein "Gleisfresser" ist, möchte ich stark anzweifeln.

Hallo
Ich nicht, und die Literatur auch nicht:
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&...

Nachdem bei Untersuchungen, warum die Sander an der Re4/4II sich so gerne Selbständig machten in den 70er Jahren, festgestellt wurde, dass am Radsatz Beschleunigungen bis 100G auftreten, und beim Tatzlagerantrieb das halbe Motorgewicht unabgefedert auf dem Radsatz lagert, muss man nicht soviel von Physik verstehen, dass hier die unabgefederte Masse, ausschlaggebend für die dynamische Beanspruchung ist. Klar ist heute, mit den kleichten Drehstrommotoren das Problem nicht mehr so gross, aber jedes Kilo mehr Masse, drückt dann mit 9810N dynamisch mehr.
Klar, mit dem Lenk- Schieblagerantrieb hat man bei den 450ern, die Beansprucheungen erreicht, die die fast 30 jahre älteren BoBos haben, die allerdings schneller leistungsfähiger und schwerer sind.

Dasss die Synthese zwischen Schnell- und KurvenEinstellbar gelungen ist, zeigt die 460.
Nur das Lokomotivchen ist auch teurer gewesen, als der Einheitsmischmasch.
Heute wo es fast normal ist, dass 22.5 tonnen Achslast angestrebt wird, ist das Problem nicht einfacher geworden.

Im übrigen ist hier unter 3.3.2 die genaue Berechnung erklärt:

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&frm=1&source=web&...

Der erste Term gilt der Verschlechterung der Gleislage und wird mit der P2-Kraft aus
dem Railway Group Standard TT 0088 Permissible Track Forces als Beanspruchungsgrösse
bewertet. Somit sind statische Achslast, ungefederte Massen und Geschwindigkeit
berücksichtigt. Der Exponent m ist 3. Die Schädigungswirkung nimmt also mit der
dritten Potenz zu.
 Die Terme 2 und 3 betreffen die Schienenoberflächenfehler in "geraden" Abschnitten.
64% der Schädigung wird dabei wie im ersten Term der vertikalen Beanspruchung zugeordnet
(P2-Kraft, mit n ist 1,2); 36% wird der aufgebrachten Traktionsenergie
(Traction Power Value) zugeordnet. In Bogenabschnitten entfallen diese beiden Terme.
 Term 4 ist zweigeteilt, wobei die Tgamma-Funktion (Wb; Reibarbeit) zum einen Schienenoberflächenfehler
im Bogen (Head Checks), zum anderen Schienenverschleiss im
Bogen abdeckt.
 Der letzte Term gilt der Schädigung der Weichenteile. Sie wird durch das Kräfteniveau
einer Fahrt mit 40 km/h durch eine Weiche mit 185 m Abzweigradius ermittelt. Hierbei
kommt wieder die P2-Kraft zum Tragen; die laterale Beanspruchung wird aus der Summe
der Y2-Kraft (ebenfalls nach Railway Group Standard) und quasistatischer Y-Kraft
bestimmt.

Ich nehme an, dass so ein System die gleiche Auswirkung haben wird, wie die Lärmtaxen in der Luftfahrt:

Plötzlich werden un teurere Lokokomotiven (und Wagen) mit oberbauschoneneden Komponetnen interessant. http://www.drehgestelle.de/6/leila.html

Den Unterschied erlebe ich jeden Tag in Olten am Morgen zwichen 05.45 und 05.59, wenn ich auf den ICE nach Bern warte:
Da fahren jeweils Güterzüge un die Rola durch. manchmal mit 465 und machmal mit 485 der BLS. Zugleich werden verschiedene Züge mit 460er bereitgestellt und er erste IC Bern Zürich hält. Die Unterschiede in der Quitscherei über die Wie^chenstrasse sin beträchtlich. Und es sind nicht die SLM Loks die quitschen!

Gruss Guru


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