Nettigkeit im ICE (Reiseberichte)

Berliner65, Berlin, Montag, 16.02.2015, 16:20 (vor 4133 Tagen) @ Kaiserwetter

Meine Erfahrung im Beruf sagt mir "da hörst Du Dir erst einmal die andere Seite an, bevor Du Dir auch nur ansatzweise eine Meinung erlaubst".
Fast immer sage ich im Nachhinwein "gut, dass wir den Beschuldigten und die Zeugen gehört haben - die Menge der Abweichungen zur Ausgangsstory war wieder erheblich".

Leider kann ich das hier beschriebene Bahnerlebnis (ohnehin nur aus zweiter Hand) nicht näher untersuchen. Schade. Bei diesem Vorgang hätte mich wirklich das gesamte Gespräch interessiert.

Ich glaube nämlich nicht, dass der erste Satz bei der Kontrolle "Sind Sie zu blöd den Fahrschein zu lesen" lautete. Es gibt zwar nichts, was es nicht gibt - aber es gibt Dinge, die sind so unwahrscheinlich, dass man sehr wohl daran zweifeln darf, dass sie geschehen sind. Ich für meinen Teil zweifele ganz erheblich daran, dass wir die ganze Geschichte kennen. Es fehlt mir das Drumherum um die oben zitierte Aussage (wenn sie überhaupt wörtlich so gefallen ist!).

Weg vom Einzelfall - hin zu meinem generellen Erleben:
Ich bin Woche für Woche im Durchschnitt ca. 1.200km unterwegs, primär in ICE. Im Gegensatz zu Seltenfahrern müsste ich wesentlich mehr Negativ-Erlebnisse auf Schienen haben als die. Tatsächlich ist es aber genau andersherum.

Warum passiert Seltenfahrern auf [übertrieben] nahezu jeder Fahrt [/übertrieben] etwas ganz "Böses" und warum mir nicht? Womit habe ich mir das Glück pünktlicher Züge (bis 5min Abweichung diskutiere ich nicht) und freundlichen Personals verdient? Kann es sein, dass die Seltenfahrer geradezu auf der Suche nach negativen Bahngeschichten sind? Fällt man im dortigen Freundeskreis negativ auf, wenn man nach einer Bahnfahrt nichts Schlimmes erlebt hat?

Kopfschüttelnde Grüße

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Mit Interrail unterwegs ab 03.07.!


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