Transportleistung ist ungleich Gastronomieleistung (Aktueller Betrieb)

Destear, Berlin, Sonntag, 07.12.2014, 17:44 (vor 4148 Tagen) @ br752

Moin,

ich kenne zwar die Sterberate bei Fahrgästen in Deutschland nicht, aber sie dürfte verschwindend gering sein - auch nach Abschaffung mehrerer Bistrowagen.


Niemand ist wegen fehlender Sitzplaetze bisher kollabiert. Zur not kann er sich auf den Fussboden setzen. Deshalb sollten die Sitze rausgeworfen werden. Sitzen im Zug ist ueberbewertet.


Die Bahn ist ein Verkehrsunternehmen und transportiert im Personenbereich Personen. Das ist die originäre Aufgabe: Beförderung von Menschen, von A nach B. Wenn das nicht klappt, weil der Zug überfüllt ist, ist das in der Tat ein echtes Problem und eine Schlechtleistung.

Es ist aber leider ein sehr sehr schlechter Vergleich zum Gastronomieangebot - denn das ist keine Transportdienstleistung, sondern reine Gastronomie. Darauf ist im Zug niemand ernsthaft angewiesen. Es ist ein echtes plus im Service und wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Und gemessen an der Menge an Fahrgästen dürfte es nicht gerade die Mehrheit oder ein Großteil der Reisenden sein, die regelmäßig im Bordrestaurant einkehren. Häufiger Grund: Zu teuer.

Man mag das für bedauerlich halten, das ist Geschmackssache. Wem es übrigens dabei auf geschmackvolles Reisen ankommt, kann ja auch nicht ernsthaft behaupten, die Küche in deutschen Bordrestaurants würde da irgendwelchen Ansprüchen genügen. Und erst recht nicht zu diesen Preisen. Aber da hört dann der angebliche Anspruch an einen angemessenen Komfort anscheinend wieder auf.


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