Professoren finanzieren den Lokführerstreik! (Allgemeines Forum)

Frankfurt (Main) Süd, Montag, 20.10.2014, 18:32 (vor 4186 Tagen) @ andy24b

Dass der Beamtenbund da ein wenig auf Distanz geht, wundert mich ja eher weniger, Beamte haben es ja nicht so mit Streiks, insofern ist die GdL da natürlich in einer Sonderposition innerhalb ihres Dachverbandes.

Ich wusste aber nicht, dass der Beamtenbund einen Streikfonds hat, aus dem der Lokführerstreik mitfinanziert wird. Wenn man bedenkt, dass die GdL gerade mal 2,8% der Beamtenbund-Mitglieder stellt, aber seit Jahren so ziemlich die einzige Mitgliedsgewerkschaft (hier gibts eine Aufstellung der weiteren) ist, die diesen Fonds in Anspruch nimmt - noch dazu ziemlich massiv -, ist es sehr nachvollziehbar, dass der Dachverband irgendwann mal darauf hinweist, dass man diese Solidarität nicht ausreizen sollte. Schließlich müssen ja auch die Vorsitzenden von so illustren Organisationen wie dem Verband der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden, dem Deutscher Philologenverband, dem Verband Hochschule und Wissenschaft oder der Deutschen Steuer-Gewerkschaft den bei ihnen organisierten Ministerialräten, Gymnasiallehrern, Professoren und Finanzbeamten erklären, dass der Lokführerstreik auch aus ihren Mitgliedsbeiträgen bezahlt wird, wenn die das irgendwann spitz kriegen.

Und wenn ich es mir recht überlege, könnte ich eigentlich meinen Vater gleich mal darauf hinweisen, dass er den GdL-Streik mitfinanziert. Da fällt er wahrscheinlich vom Stuhl. ;-)


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