ultrastarke Glaskugel - brauche ich nicht. (Allgemeines Forum)

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 04.06.2014, 07:41 (vor 4327 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von guru61, Mittwoch, 04.06.2014, 07:41

Warum? Du bezahlst deinen Obolus für die Beförderung von A nach B in einem Zug zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Zeit. Sitzplatz kostet extra.

[/b]Natürlich. Dann erkläre das nächsten Sonntag in einem überfüllten ICE den Leuten.
Und der Extra zu bezahlende Sitzplatz gehört ja wohl in die Kategorie Witze.
Oder willst du wirklich ernsthaft behaupten, dass ich ein Billett Konstanz -Hamburg, Stehplatz, lösen kann? Dann zeig mir bitte wo!

Es gibt auch Dinge, die man stillschweigend voraussetzt. zum Beispiel, dass ein Auto einen Motor hat, oder ein Haus ein Dach.
Genauso ist es bei der Eisenbahn. Die werden nun mal mit Sitzplätzen assoziiert.
Im übrigen war es seinerzeit in der Transportordnung der KPEV explizit festgehalten, dass ein Passagier sich von einem Schaffner einen Sitzplatz anweisen lassen konnte.

Und was machst du in der Tram zu Stoßzeiten? Zahlst du da auch weniger, wenn alle Plätze belegt sind und du stehen mußt?

Im Tram zu Stosszeiten, habe ich alle 7 - 7 Minuten einen weiteren Kurs. Da kann ich warten. In Zürich ist es meistens so, dass zur Ankunfszeit der Fernzüge 1 oder 2 Kurse pumpenvoll sind. Nachher besserts wieder.

Wenn ich aber einen Halbstundentakt, Stundentakt, oder, wie in D, 2- oder 4 Stundentakt habe, sieht die ganze Sache schon anders aus!
Es geht nicht drum, dass ich hin und wieder im vollen Zug stehen muss, weil ein Event oder so ist, sondern, dass ich tagtäglich diesen Zug benützen muss, weil ich z.B. Schicht schaffe, mein Arbeitgeber also den Arbeitsbeginn festgelegt hat, und darum keine andere Wahl habe.

In dem Moment sieht die Sache dann schon anders au.

Dann kommt noch das Sicherheitsrisiko: Ich glaube, es braucht keine Erklärung, dass bei einer Notbremsung die Stepassagiere mehr gefährdet sind, als sitzende.

Und dann noch was: Wir (das Schweizer Volk)haben die SBB 1902 für damals 970 Millionen Franken aus den Privatbahnen gebildet. Der ganze Kasumpel gehört also uns. Da die Kaufsumme aus langfristigen Krediten bestand, die den SBB als Schuld augebürdet wurde, haben alle Genarationen, bis heute daran gezahlt.
Und ich erwarte als Eigentümer, dass ich darin auch anständig transportiert werde!

Ich bin auch bereit, für begrenzte Zeit eine gewisse Einschränkung zu tolerieren, aber nur, wenn ich sehe, dass daran gearbeitet wird, dass diese Einschränkungen wieder wegfallen werden.

Gruss Guru


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