Schweiz: Nutzung von Laderampen und Güterverkehrsanlagen (Reiseberichte)

GibmirZucker, Sonntag, 24.02.2013, 00:06 (vor 4776 Tagen) @ michael_seelze

Wie sieht es im Allgemeinen in der Schweiz mit der Nutzung solcher Anlagen für den inländischen Güterverkehr aus? Vertritt man im "Bahnland" den Standpunkt, dass Einzelwagenladungsverkehr in der Fläche unwirtschaftlich ist?

Ich habe den Eindruck, dass die Schweiz vor allem Transitland für Ganzzüge ist.

Also, das Bild aus Schaan-Vaduz hat ja mal nichts mit der Schweiz zu tun, sondern betrifft das Fürstentum Liechtenstein, bzw. die ÖBB.
Bei den Appenzeller Bahnen wurde der Güterverkehr vor Jahren, laut Wikipedia 2003, eingestellt. Die SBB ziehen sich immer mehr aus dem Einzelwagenladungsverkehr zurück. Im Falle von Schmalspurbahnen fungierten ja die SBB als Vertragspartner (ab den 90ern? Die Schweizer können wohl mehr dazu sagen) und untervergaben die Aufträge an die Bahngesellschaften (oder ein Spezialfall: bedienten auf dem Dreischienengleis des RBS für einige Jahre den Verkehr mit eigenen Dieselloks, während früher der RBS den Verkehr selbst durchgeführt hat). Es sind meist kleinere Randmeldungen in der Fachpresse, dass wieder mal eine Schmalspurbahn den Güterverkehr aufgibt, meist durch eine Abbestellungen der Leistungen durch die SBB. Aber auch im Normalspurnetz werden immer weniger Bahnhöfe bedient. Während im Transitverkehr die Verlagerung auf die Schiene propagiert wird (in der Praxis sieht es teils anders aus), reduzieren die SBB seit Jahren ohne größeren Widerstand den Einzelwagenladungsverkehr. Z.B. wurde die Bedienung von Boncourt (Parisienne) eingestellt, wo dann die CJ in die Bresche sprangen, so dass der Tabak auf einem ihrer Bahnhöfe (Bonfol?) entladen wird und das letzte Stück auf der Straße zurück legt. Mittelfristig führen solche Aktionen aber dann doch zu einer totalen Verlagerung auf die Straße, weil diese Notlösung unwirtschaftlich sind.


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