Reisebericht: Bebra und Eschwege (bebildert), Teil 2 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 16.03.2012, 14:57 (vor 5119 Tagen) @ Sören Heise

Fortsetzung.

Mit dem sehr leeren zweiten, dreiteiligen und etwa mit vier Fahrgästen besetzten Cantus-Flirt machen wir uns auf den Weg. Zuvor ein kurzer Blick nach innen.

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Ein Blick in den Fahrgastraum.


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Hinweis aufs Flügeln in Eichenberg.


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Im WC ein Blatt mit Übersicht über die Reinigung - die Namenskürzel muß man nicht unbedingt sehen.


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Ob die für die Anbringung des Toilettenpapierhalters Verantwortlichen jemals die Toilette benutzt haben?


Tür auf. Raus. Tür zu. Platz suchen. Hinsetzen. Rausgucken.

In einer großen höhegewinnenden Kurve, vorbei an Cornberg, mit Halt in Sontra, vorbei an Hoheneiche. Nun sehen wir links einen Bahndamm ankommen: Die Kanonenbahn aus Kassel. Nach dem überflüssigen Halt in Reichensachsen gelang ein schlechtes Bild einer Brücke dieser strategischen Bahnstrecke.

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Das recht frisch geschotterte Gleis wenig weiter nördlich wird langsam befahren, die auf Abzweig gestellte Weiche gebietet dies. Nach Passieren des zugemauerten Lokschuppens von Niederhone beschleunigt der Zug wieder, weshalb das Bild des Bahnhofes Eschwege West arg grenzwertig ist - wer mehr und bessere Bilder von dort sehen möchte, klickt das Bild bitte an, Nutzer Ludo war vor ein paar Monaten dort und berichtete.

Via Niederhone erreichen wir Eschwege. Nach langen Jahren des Dornröschenschlafes wurden Dornen und Rosen durch Schienen und Oberleitungen ersetzt, vierundzwanzigeinhalb Jahre nach der Einstellung wurde im Dezember 2009 der Reiseverkehr wieder aufgenommen. Statt hinter Diesel nach Kassel fahren die Cantus-Flirts zwischen Göttingen und Bebra nun den Schlenker über den stadtnahen Kreisstadtbahnhof, dies auf Kosten eines leicht merkbaren Stundentaktes. Kassel ist nur noch mit Umsteigen zu erreichen.


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427 002 nach der Ankunft aus Bebra. Die halbstündige Pause bis zur Weiterfahrt nach Göttingen reicht zu einem Portait des recht neuen Bahnhofs. Die Innenstadt ist einen guten Kilometer entfernt.


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Monitore mit Vorrang für die Eisenbahn, darunter die Aushangfahrpläne. Leider fehlt das typische Gelb der Abfahrtpläne. Eine hessische Unsitte, wie mir scheint.


Wir verlassen den Bahnhof zunächst über den zwar nicht vorhandenen, aber doch benutzten Westausgang.

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Auf den ehemaligen, aber nicht heutigen Bahnanlagen stehend, ein Blick zu den Bahnsteigen.


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Etwas weg von den Gleisen das alte Empfangsgebäude, heute als Privatschule genutzt.


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Ein erhöhter Standpunkt zeigt rechts den einen Bahnsteig, der andere ist hinter dem Zug. Links das Parkhaus Stadtbahnhof Eschwege, für das trotz des gefühlt extrem dichten Busverkehrs offenbar Bedarf besteht. Auch Botaniker kommen auf ihre Kosten, wenn es wohl keine seltenen Gewächse sind.


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Früher mal. Früher mal ging es hier nach Leinefelde und nach Eisenach. Mit dem Zug. Nach 1945 nur noch bis Heldra, später nur noch bis Wanfried, später und wohl für immer nirgendwo mehr hin.


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Das Bahnhofsgebäude von der Straßenseite. Architektonisch sehr schlicht gehalten. Was wäre die Menschheit ohne Beton?


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Fahrrad. Presse. Café. Fahrkarten.


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Lustiger wäre eine die Lippen ableckende Zunge. Der Namensgeber der Bäckerei macht einen einladenden Eindruck, ebenso die Bäckerei selber.


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Ein Blick zum kombinierten Kundenbäckereizentrum. Aus den Öffnungszeiten kann man schließen, daß der Bedarf an Bäckereiprodukten höher ist.


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427 553 kommt gerade aus Göttingen an. Nach üppiger Wendezeit geht es weiter nach Bebra. 427 002 wird in einigen Minuten die Fahrt nach Göttingen fortsetzen - bedeutend besser besetzt als südlich Eschweges.


Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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