KRM-Problematik oder auch... (Allgemeines Forum)

sappiosa, Mittwoch, 10.12.2008, 17:13 (vor 6308 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo Markus,

Bei den 64 min sind zwei komplette Brems- und Beschleunigungsstrecken eingerechnet.

Meine Aussage hatte sich auf folgendes Zitat bezogen:

Zielzeit: 50 min (ITF-Zeit mit Reserve für einen oder zwei Halte)

64 Minuten sind ein anderes Thema. Die halte ich ohne Zwischenhalte schon jetzt für problemlos machbar, bei Fahrt am Anschlag vielleicht sogar noch mit einem Halt.
Aber für eine schöne ITF-Zeit sind 64 Minuten leider noch zu viel...

Sorry, aber das ist nun wirklich graue Theorie.


Genau darum geht es ja... :-)

Hast recht. *gg*

Aber dann sehen wir uns auch in der Theorie mal noch ein paar Punkte an, die man auf die reine Excel-Fahrzeit draufschlagen muss:

- Die fahrplanmäßige Abfahrtszeit ist die, ab der keiner mehr einsteigen kann (*ding-dong* - "Am Gleis 9, bitte einsteigen etc."). Bis der Zug dann wirklich losrollt, muss er erst noch abgefertigt werden.
- Wenn ab einem bestimmten Punkt die Strecke höheres Tempo als zuvor hergibt, kann der Zug nicht sofort beschleunigen, sondern erst, wenn er mit voller Länge diesen Punkt überquert hat. Den Beschleunigungsbeginn muss man also um die Länge des Zuges nach hinten verschieben. Gerade bei der Ausfahrt aus Bahnhofsgleisen auf freie Strecke kann das durchaus etwas ausmachen.
- Und dann die Steigungen auf KRM... da muss man einkalkulieren, dass der Zug Tempo verliert. Noch stärker macht sich das bemerkbar, wenn er noch dabei ist zu beschleunigen.

Alles Punkte, die für sich genommen nur Kleinigkeiten ausmachen, die sich aber zu Minuten addieren. Und die können im HGV-Bereich merklich auf die Durchschnittsgeschwindigkeit drücken.
Dabei sind wir immer noch bei der theoretisch kürzestmöglichen Fahrzeit. Und dann müssen wir auch noch über Fahrplanreserven reden.

Erst einmal muss man aus dem Bahnhof heraus mit Tempo 30 auf die Hohenzollernbrücke schleichen. Daran wird sich bei der engen Kurve auch nichts ändern. (Dieser ***** Wilhelm I. hatte halt dekretiert, die Brücke habe genau auf den Dom zuzulaufen...)


Neue Brücke bauen... ist billiger als KRM auf 350 ausbauen ;)

Wenn es denn nur die Brücke wäre, gewiss ;)
Leider steht davor und dahinter eine gewisse Stadt namens Köln im Weg...

Dann mit Tempo 60 durch den Bahnhof Deutz. Auch da ist von der Trassierung kaum ein Ausbau denkbar.


Umfahrungsgleise...

Halte ich bei der Örtlichkeit für nicht machbar, es ist alles viel zu eng. Es sei denn, man käme doch auf eine großflächige Tunnellösung zurück.

Mir gehts um die reinen fahrplanlichenh Fragen, nicht um Kosten ;)

OK, akzeptiert ;-)

Aber warum hast Du dann solch einen Widerwillen gegen alles über 250?

56 min reicht ja

Yep. Und bisher sind auf KRM die Reserven recht großzügig, vielleicht lassen die (ohne die Zuverlässigkeit zu vergewaltigen) noch ein Drücken auf 54 min zu, das wäre eine ideale ITF-Zeit.
Aber wie gesagt, ohne Zwischenhalte.

Einigen wir uns darauf als Zielzustand? Man kann dann andere Linien z.B. mit Halt in Siegburg, Mainport und entweder Montabaur oder Limburg in 70-75 Minuten fahren lassen.

und Reserven braucht man nicht zwischen allen ITF-Knoten

Das allerdings sehe ich anders: Gerade zwischen ITF-Knoten ist Zuverlässigkeit das A und O, weil eine kleine Verspätung im ITF-Knoten sofort einen Domino-Effekt der Anschlüsse auslöst. Da führt kein Weg an Reserven vorbei.
Auch der ITF in der Schweiz würde nicht klappen, wäre die SBB nicht so glänzend zuverlässig.

Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum