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liebe70, Dienstag, 27.09.2011, 22:15 (vor 5307 Tagen) @ Anoj 1

Hallo!

Ich hoffe, die A 100 wird weitergebaut, und zwar bis zum (theoretischen) Dreieck Volkspark Prenzlauer Berg und in der weiteren Verlängerung bis zum Dreieck Schwanebeck A10/A11. Letzteres wird dadurch zum Autobahnkreuz. Da wo es möglich ist, wird die Autobahn in einen Tunnel gelegt.

Wenn man sieht, wie sich der Verkehr von der A113 über den Sterndamm weiter über die Kreuzung Sterndamm / Großberliner Damm / Südostallee am Bf. Schöneweide vorbei bis vor zur Schnellerstraße (bzw etwas weiter nördlich via Späthstraße / Baumschulenstraße / Südostallee / Rixdorfer Str. ebenfalls zur Schnellerstraße) quält, der wird verstehen daß die Verlängerung der A100 dringend nötig ist. Ich habe nämlich absolut keinen Bock auf dem Nachhauseweg stundenlang im Stau zu stehen, weil einige Einwohner von Berlin gegen den Weiterbau der A100 sind. Die sind allerdings auch nicht von dem regelmäßigen Verkehrschaos betroffen. Die paar Laubenpieper, die da Pech haben, kann man finanziell entschädigen. (...)


Vorweg: Ich kenne die genaue Situation in Berlin nicht.

Das kann ich mir denken.

Generell gilt: Neue Straßen bringen keine Verkehrsentlastung, sondern immer eine Verkehrsverlagerung.

Wenn die Verkehrsverlagerung eine höhere Lebensqualität mit sich bringt, ist sie dann schlecht? Der Vorteil einer Verkehrsverlagerung ist auch, daß man in fast reinen Wohngegenden den Straßen(durchgangs)verkehr drastisch reduzieren kann.

Manchmal wundere ich mich schon darüber, dass einige von euch wenig Ahnung von nachhaltiger Mobilität haben.

Was willst Du damit sagen? Weißt Du was jeden Nachmittag auf dem Sterndamm und den umliegenden Straßen los ist? Wieviel Autos da im Stau stehen, weil es die supertollen Verkehrsplaner nicht gebacken bekommen, den Durchgangsverkehr um einen fast reinen Wohngebietsstadtteil herumzuleiten? Stattdessen wird eine Kreuzung mit Millionenaufwand umgebaut, obwohl der Abfluß des Durchgangsverkehrs gar nicht gewährleistet ist. Man hat es noch nicht einmal geschafft, die beiden Ampeln, an der Kreuzung Sterndamm/Großberliner Damm einerseits und Sterndamm/Schnellerstraße andererseits so zu schalten, daß der Verkehr problemlos fließen kann. Wenn die Ampel an der ersten Kreuzung grün ist, ist die der zweiten Kreuzung rot! Da stockt der Verkehr mehr als er fährt. Durch die Abgase wird die Umwelt nachhaltig geschädigt.

Nachhaltige Mobilität... Als Anwohner interessiert Dich vorrangig, was kurz- bis mittelfristig passiert, um Deine Lebensqualität zu steigern. Erst wenn das realisiert ist, kommt "nachhaltige Mobilität". Bis dahin ist das nur Geschwalle eines Außenstehenden, der überhaupt keine Ahnung von den regionalen Problemen hat.


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