Fotoverschwendung: einerseits/andererseits (Fahrkarten und Angebote)

fjk, Donnerstag, 12.05.2011, 12:59 (vor 5620 Tagen) @ GUM

Moin,

ich kann zwar den grundsätzlichen "heiligen Krieg" in Sachen Identitätsfeststellung nachvollziehen. Aber ist es nicht mindestens so problematisch, ein Foto (mit gesicherter Identitätsinfo) in fremde Hände zu geben (oder noch schlimmer: in dubiose Webportale hochzuladen), etwa so:

Also wieder einmal eine absolut unpraktische Regelung der Deutschen Bahn. Ich verstehe immer noch nicht, was so schwierig und teuer daran sein soll, einfach ein Foto zu drucken.
[...]

wie zur Identifizierung einen Lichtbildausweis vorzuzeigen? Sich dabei auf den Perso zu beschränken, kann in der Tat problematisch sein, schließlich gibt es diverse andere Möglichkeiten, vom Führerschein bis zum Raucherclub-Mitgliedsausweis, auf denen nicht notwendigerweise "sensible Infos" von Geburtsdatum bis Adresse vorne drauf prangen.
Noch dazu kann der menschliche Betrachter auf einem Bahncardfoto ohnehin oft nicht mal erkennen, ob das dargestellte Wesen eine Hornbrille trägt oder Augenringe hat. Vor Ort im Zug also reine Abschreckungs-Folklore. Vielleicht sollte man mal Homer Simspon hochladen?

Das:

So war das vor Einführung der BahnCard besser: Foto drauf und fertig (beispielsweise bei Monatsnetzkarten, die es ja nicht mehr gibt). Da musste man nicht das Risiko eingehen, den Ausweis immer dabeizuhaben.

ist dagegen völlig unproblematisch: man klebt ja nur ein Passphoto auf irgendeinen Wisch, den man dann nicht mehr (wirklich) aus der Hand gibt; die Identität wird durch einen RZ-Stempel o.ä. zusätzlich legitimiert, letztlich geht es ja aber nur um die (Nicht-)Übertragbarkeit. Das Verfahren gibt es - außer bei diversen Verbundkundenkarten(?) - übrigens auch durchaus noch bei Streckenzeitkarten.

zeichnet unverantwortlich
fjk


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