Überwachungsstaat versus heile Welt... (Allgemeines Forum)

Ösi, Sonntag, 13.03.2011, 14:39 (vor 5555 Tagen) @ Blaschke

Persönlich übrigens, das habe ich schon öfters geschrieben, ist mir das allerdings egal, was sie alles speichern. Weil ich der Auffassung bin, dass, je mehr sie speichern und überwachen, sie umso schneller den Überblick verlieren. Und sich in ihren ganzen Auswertungen derart hoffnungslos verheddern, dass sie nachher genaugenommen gar nichts mehr wissen. Die Überwachungsmaschine im östlichen deutschen Staate konnte dessen Beerdigung auch nicht verhindern.

Die Stasi hatte aber auch keine Computer und kein Internet (Computer hatte sie zwar, aber da waren nur die Mitarbeiterdaten drauf) und musste daher ihre gesammelten Daten händisch auswerten. Heute würden alle Akten der Stasi auf eine einzige Festplatte passen, die in wenigen Sekunden nach einem bestimmten Merkmal (oder einer Kombination dieser) durchsucht wäre. Auch wenn die Datenflut immer weiter ansteigt, Speicherplatz und Rechenkraft steigen schneller - und daher muss man heute noch mehr aufpassen, was gespeichert wird. Was vor zwanzig Jahren im hintersten Lagerraum Staub gesammelt hätte, bleibt heute für immer in irgendeiner jederzeit abrufbaren Datenbank.

Und ja, ich denke auch, dass auch der total überwachte Staat irgendwann kollabieren wird. Aber auf die vierzig Jahre zwischen Etablierung und Untergang habe ich keine Lust.


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