400 km/h 'or higher'... (Allgemeines Forum)

Maggus, Ravensburg (Württ), Freitag, 11.02.2011, 18:05 (vor 5579 Tagen) @ 611003 3
bearbeitet von Maggus, Freitag, 11.02.2011, 18:08

Ein Flughafen hat aber extrem viel Betriebskosten, die Dinger fliegen mit Kerosin (von welchem die Endlichkeit behauptet wird).


Sicherlich.

Ich frage mich, was die heilige Kuh '218' überhaupt tankt?!

Allerdings, ob man es wahr haben will oder nicht, es geht nicht ganz ohne Flugverkehr. Auf langen (z.B. internationalen) Routen sind sie in der Regel die erste Wahl.
Niemand baut eine Magnetbahn, sofern die denn überhaupt jemals gebaut wird, von Denver nach Marrakesh.

Da hast du schon Recht. Aber die Mittelstrecken ließen sich schon auf den Boden holen.

Mittelstrecken sind Flugzeiten ab 2 bis 2½ Stunden (bspw. Zürich - Stockholm, ZRH - Madrid), da sitzt man locker 20 Stunden im Zug, damit lockt man keine Geschäftsleute hinterm Ofen vor selbst wenn man das auf 15 Std. Fahrzeit (Maglev optimistisch ~ 6 Std.?) optimieren kann. Und wer seine Urlaubstage rationieren muss, wird den (wenn überhaupt, Ryanair, Germanwings & Easy sei dank) Mehrpreis in Kauf nehmen, wenn er abwägen muss, was er lieber hergibt: Geld oder Urlaubstage. Gut, es gibt Idealisten, für die ist selbst der längste Weg das Ziel. Hier gilt: leben und leben lassen.

Mit im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln langen Fahrzeiten, lockt man nur Schnäppchenjäger an. Hier komm der Yield ins Spiel. Auslastung ≠ Rentabilität, denn zB lockt man in einem Gasthaus mit Freibier, stimmt die Auslastung, aber nicht der Umsatz *g*). Nicht unwichtig: Abwesenheit von Führungskräften kostet Geld. Wie erklärt man dem Chef, dass man nach Moskau lieber den Zug nimmt und eine ganze Arbeitswoche unpässlich ist?

Auch was das Kerosin betrifft wird man sicherlich noch eine Lösung finden, zum Beispiel Biokraftstoff. Da gibt es genug Gedankenspiele für Elektroautos, es wären dann ja entsprechende Resourcen frei.

Für Biokraftstoff brauchts Anbaufläche. Gewisse Firmen holzen dafür den letzten Regenwald ab. Also wäre Wasserstoff doch besser. Explosiver, aber umweltfreundlicher zu haben.

Da wiederhole ich mich: Womit wird die heilige 218 in Zukunft fahren, gesetzt den Fall, sie wird das Ende der Ölzeit noch erleben. Hohe Ölpreise werden sich eher nicht durchsetzen, da die Nachfrage zurückgeht [der 'Test' der OPEC in 2007/08 hat dies zum Ergebnis gehabt] aber andererseits werden technologisch schwierige und kostspielig zu erschließende Öl(-sand-)quellen rentabel zu betreiben sein, was das Angebot erhöht und den Ölpreis (hoffentlich) drückt.

Und was die Treibstoff-Innovation angeht: Forscher haben Bakterien gezüchtet, die eine ölartige Substanz ausscheiden. Eine Kolonie von der Fläche Chicagos genügt, um dem großen "Fuel-Durst" der USA zu genügen.

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