Bankrotterklärung? (Aktueller Betrieb)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 20.12.2010, 11:34 (vor 5577 Tagen) @ Blaschke

Sollten Sie Ihre Fahrt nicht unbedingt am Sonntagnachmittag antreten müssen, empfiehlt Ihnen die Deutsche Bahn auf weniger nachgefragte Zeiten auszuweichen.

Eine Bankrotterklärung.

Das ist immer noch kundenfreundlicher als "verzichten Sie bitte auf nicht strikt notwendige Bahnfahrten, Sie riskieren dass Sie Ihr Ziel nicht erreichen."
Und das macht ja unsere Bahn.

All die Millionen, die der Fernverkehr kostet, sollte man angesichts der dortigen "Leistungen" besser in das System Straße investieren und dafür die Bahn beerdigen.

Dann kann man gleiche JEDE Bahn beerdigen, auch die unsere sowie die in China und Japan.
Züge fahren ja dort ab wo ich nicht bin und bringen mich dort hin, wo ich nicht sein möchte.
Das ist halt das System Bahn verschuldet = man braucht immer Vor- und Nachtransport, egal ob man mit dem hier hochgeliebten ICE, dem 15-Minutentakt-NS-IC, dem ultraschnellen CRH oder sekundenpünktlichen Shinkansen reist.

Ein Auto hat dieses Problem nicht. Und die Amerikaner haben das ja bereits in den 50ern erkannt und derzeit genauso fanatisch in das Interstate-System investiert wie die Chinesen momentan in ihren Schienenautobahnen. [1]
Das Ergebnis: Bill steht mit seinem Chevrolet an der Ost- und Westküste im Stau, kann dafür aber tausende Meilen in aller Freiheit durchs Land fahren. Für diese Freiheit werden die Staus im Kauf genommen: Staus kosten zwar viel Geld, aber Freiheit ist unbezahlbar.


gruß,

Oscar (NL).


[1] China investiert auch massenhaft in Autobahnen und Flughäfen, weil Li Yang Normalchinese seit kurzer Zeit ein eigenes Auto vor der Tür hat und 2500 km-Strecken fliegt.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum