Systembedingter Nachteil Straße (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 06.12.2010, 12:11 (vor 5617 Tagen) @ Holger2

Zwischen Frankfurt und Mannheim teilen sich 9 Fernverkehrslinien die Trassen:

L11 Berlin-Frankfurt-Mannheim-München
L12 Berlin-Frankfurt-Mannheim-Basel-Interlaken
L20 Hamburg-Frankfurt-Mannheim-Basel-Zürich
L22 Hamburg-Frankfurt-Mannheim-Stuttgart
L26 Stralsund-Hamburg-Gießen-Frankfurt-Mannheim-Karlsruhe
L42 Dortmund-Frankfurt Flughafen-Mannheim-München
L43 Dortmund-Frankfurt Flughafen-Mannheim-Basel
L62 Frankfurt-Mannheim-München-Salzburg

So und nun versucht diese neun Linien mit fünf verschiedenen Ausgangspunkten, sieben verschiedenen Zielpunkten und drei verschiedenen Trassen innerhalb vom Knoten Frankfurt (zum Hbf, zum Flughafen, Flughafen dann Hbf) auf die Minute genau zu synchronisieren ;)

Hallo,

erstmal ist es nicht meine Aufgabe als Fahrgast, Taktfahrpläne zu gestalten. Ich stelle nur fest, dass sich Verspätungen deswegen künstlich immer weiter verstärken, weil ein vernünftiger Taktfahrplan nicht existiert.
Da die Taktlücke zwischen Frankfurt und Mannheim eben oft trotz der vielen dort verkehrenden Züge sehr groß ist, führt das Verpassen eines Anschlusszuges im weiteren Verlauf der Reise häufig zu weiteren Anschlussverlusten.

Zu Deiner Aufzählung:
L62 fährt nicht über Mannheim, sondern über Heidelberg
L26 fährt ebenso nicht über Mannheim, sondern über Heidelberg

Mit den Zügen Hamburg - Mannheim - Basel/Stuttgart und den Zügen Berlin - Mannheim - Basel/München ließe sich sehr wohl zwischen Mannheim und Frankfurt ein 30 - Minutentakt basteln.

Das Problem dabei ist nur, dass die Züge aus Hamburg über Flughafen fahren, die aus Berlin nicht.

d.h. man kann 30min-Takt Mannheim-Flughafen erreichen, aber keinen Mannheim-Hauptbahnhof

Damit würde man dann wieder keinen 30 min-Takt Mannheim-Karlsruhe oder Mannheim-Stuttgart realisieren können, weil die Laufzeiten beider Äste sich um 10 min unterscheiden.


Es ist aber aufgrund der Bahnreform nicht mehr möglich, langsamere Nahverkehrszüge kurzfristig auf fahrplantechnisch günstigere Trassen zu verlegen. Denn die Verkehrsverbünde kaufen sich bestimmte Slots für mehrere Jahre und haben dann Anspruch auf diese Fahrplantrassen. Eine günstigere ICE - Trasse einzurichten ist dann einfach rein rechtlich nicht mehr möglich.
Dies führt dann zu für Fahrgäste nicht nachvollziehbare, ungünstige Fahrplan - Konstrukte, dass Züge über mehrere 100km im 5 - Minutenabstand hintereinander herfahren, während dann 55 Minuten Pause ist. Siehe Fahrpläne Mannheim - Basel oder Stuttgart - München

Holger

Solange man die Takttrassen des Nahverkehr und den teilweise eingerichteten ITF nicht zerstört, ließe sich sicherlich eine Lösung finden. Jedoch kann man auch im Nahverkehr die Züge auf den Hauptstrecken nicht legen wie man lustig ist, insbesondere da diese wesentlich mehr Anschlüsse von Nebenbahnen zu berücksichtigen sind.


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