Bremssystem der Zukunft: Wirbelstrom oder generatorisch? (Allgemeines Forum)

Martin, Dienstag, 26.10.2010, 08:34 (vor 5648 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ein zweites Problem kommt dazu: Weil die Strecke Koln-Rein/Main mit Steigungen versehen wurde, welche nur mit Wirbelstrombremsen zu schaffen sind (Verschwörungstheorie: Um den TGV fernzuhalten?), ist die Auswahl der Fahrzeuge, die auf dieser Strecke mit vernünftiger Geschwindigkeit fahren dürfen, sehr begrenzt.

Man könnte die WB genauso durch entsprechende Bremsvorgänge mit der Druckluftbremse ersetzen. Man muss diese Bremaanlage halt dann entsprechend dimensionieren.

Das Bremssystem der Zukunft ist für mich die gute alte generatorische Bremse. Sie braucht keine Ausbauten an der Strecke, ist genauso verschleissarm und liefert erst noch Strom ins Netz zurück. Der Clou: Moderne Züge z.B. von Stadler haben eine so hohe Motorleistung, dass sie die gesamte Bremsenergie bei einer Maximalbremsung von 1.2 m/s² in elektrische Energie umwandeln können. Die pneumatische und erst recht die Magnetbremse werden kaum noch gebraucht, sodass Verschleiss kein grosses Thema mehr ist.

Das ist bei Triebzügen anderer Hersteller für den S-Bahn-Verkehr genauso wie z.B. der BR 42x. Für den Hochgeschwindigkeitsverkehr wo Beschleunigungsvorgänge eher selten sind, rentiert sich die Ausrüstung mit noch mehr Fahrmotoren allerdings nicht oder sie ist aus Gewichtsgründen gar nicht machbar.
Und was machst du, wenn es glatt wird? Ohne eine reibwertunabhängige Bremsanlage (WB oder Mg) wird es äußerst schwierig sein, die Zulassung für >140 km/h (signalgeführt) zu erreichen.


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