Realistische Dienstpläne würden schon helfen. (Allgemeines Forum)

JanZ, HB, Sonntag, 02.08.2026, 22:11 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von JanZ, Sonntag, 02.08.2026, 22:12

Alles eine Endlosdiskussion. Und nein, auch die Bundesbahn war beileibe kein Ort der überragenden Pünktlichkeit! Nur mußte man damals dank vieler Einzelzugläufe eher seltener umsteigen;

Jo. Deine immer so hochgelobten Direktzüge gibt es ja, vor allem in Urlaubsregionen, immer noch. Nützen einem nur in der aktuellen Betriebslage noch weniger als Taktverkehr, weil man nie sicher ist, ob der Zug nicht einen Monat vorher wegen Bauarbeiten aus dem Fahrplan genommen wird, am Reisetag wegen eines technischen Defekts ausfällt oder den Abfahrtsbahnhof zwar verlässt, aber wegen hoher Verspätung noch vor dem Zielbahnhof wendet. Da weiß man bei einem Taktverkehr zumindest, wann und wo man den nächsten nehmen kann.

man war flexibler, Nachfrage richtete sich nach dem Angebot.

Wo genau ist der Vorteil für die Fahrgäste, wenn sich die Nachfrage nach dem Angebot zu richten hat?

Und beim Umsteigen hatte man häufig längere Umstiegszeiten; der ITF-Irrsinn brannte sich erst langsam in die Köpfe der Verantwortlichen.

Wo genau sind denn all die irrsinnigen ITF-Knoten, an denen man ständig seinen Anschluss verpasst? Die Knoten gibt es ja vor allem im Nahverkehr, mir fallen da Lübeck, Münster oder Coesfeld ein. Wie gut die funktionieren, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber grundsätzlich ist der Nahverkehr ja gerade auf Nebenstrecken deutlich zuverlässiger als der Fernverkehr. Und dass letzterer an so einem Knoten beteiligt ist, ist eher die Ausnahme, wenn es mal passt, z.B. in Münster. Ansonsten, auch bei vielen Nahverkehrsumstiegen, ist es halt immer noch Glückssache und die planmäßigen Umstiegszeiten können irgendwas zwischen 5 und 64 Minuten sein. Der Unterschied zum unvertakteten Verkehr ist nur, dass es entweder jede Stunde gleich gut oder gleich schlecht ist. Aber insgesamt finde ich die Vorteile eines Taktverkehrs immer noch deutlich größer. Auch in Smartphone-Zeiten möchte ich nicht ständig nachgucken müssen, wann noch mal der nächste Zug fährt oder ob es heute überhaupt noch eine nachfrageorientierte Direktverbindung gibt, sondern einfach wissen, dass der Zug immer zur Minute X fährt. Auch der Intercity zu Bundesbahnzeiten war ja nicht zuletzt wegen der Vertaktung so erfolgreich.

Mir ist auch nicht so klar, welches Modell dir so vorschwebt. Eine tägliche Direktverbindung zwischen allen deutschen Bahnhöfen wird man schon rein logisch nicht hinbekommen. Auch eine eigentlich bequeme Umstiegszeit von 15 Minuten kann schnell mal schiefgehen. Also nur von vornherein nur noch Verbindungen mit mindestens 30 Minuten Umstiegszeit ausgeben, auch wenn bei einer der vielen völlig verschiedenen Verbindungen der nachfrageorientierte Zug vielleicht zufällig schon 10 Minuten später fährt? Oder einfach nur noch die eine Direktverbindung pro Tag ausgeben, und von Bremen-Vegesack nach Mainaschaff kann man dann halt nicht mehr fahren? Irgendwelche Forderungen in Foren sind leicht gestellt, aber der Teufel steckt wie so oft im Detail.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum