Realistische Dienstpläne würden schon helfen. (Allgemeines Forum)

ICE 1517, Sonntag, 02.08.2026, 16:31 (vor 12 Tagen) @ Holger2

Das ist nicht so, weil Pausenzeiten im Regelfall keine Arbeitszeiten sind. Dies führt dann zu jahrelang üblichen geteilten Diensten, die aber heute von den Gewerkschaften so nicht mehr akzeptiert werden.

Der von Jörg geschilderte Fall ist in dem Sinne auch nicht als Pause zu verstehen. Wenn das Personal in Rheine den Zug verlässt und dann nicht den nächsten Zug zurück in einer Stunde übernimmt, sondern erst in 3 Stunden, dann darf trotzdem nur die tarifliche Pausenzeit verplant werden. Die restliche Zeit muss bezahlt werden.

Tatsächlich wär ich großer Fan davon, die betriebliche Reserve zu erhöhen, damit eben so Fälle wie "verspätetes Personal aus vorheriger Fahrt" seltener werden. Wenn man teilweise sieht, wie sich Verspätungen zum Abend hin hochschaukeln, könnte ich mir auch fast vorstellen, dass eine Stunde zusätzlicher Puffer für ein komplettes Zugteam günstiger sein könnte als all die Fahrgastrechteauszahlungen, die da dran hängen, wenn ein Zug eine Stunde zu spät auf die Strecke geht.

Vielleicht noch ein weiterer Aspekt zu dem Thema: Ich hab mich mal bei einer Fahrt von Frankfurt nach Leipzig gewundert, warum in Fulda Zugpersonal mit Münchner Dialekt übernommen hat, was uns in Erfurt schon wieder verlassen hat. Also wenn ich mir zusammenreime, welche Tour dieses Zugpersonal insgesamt gehabt haben könnte (München-Fulda-Erfurt-München), ist da schon ein gewisses Risikopotential vorhanden. Wenn zwischen Nürnberg und Würzburg ein Problem auftritt, kann das im schlechtesten Fall also heißen, dass ein Zugpersonal zwischen Fulda und Erfurt und dann später zwischen Erfurt und München fehlt? Also die Planung so wird sicher seine Gründe haben, aber ich finde es trotzdem irre riskant, wie dann ein Problem sich auf mehrere, andere Linien ausbreiten könnte.


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