S 21. Einzig sinnvoll wäre ein Ende mit Schrecken. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 20.04.2026, 14:19 (vor 4 Tagen) @ Bahnfan

Hallo.

Das ein Zug wegrollen wird, kann ich mir definitiv nicht vorstellen!

Das wird definitiv passieren. Ganz sicher. Zu 100%.

Die Bahnsteige liegen bekanntlich dermaßen schief in einem Gefälle, was nach normalen Regularien gar nicht zulässig ist. Das ist ein Skandal sondergleichen. Für jeden verletzten Fahrgast - und die wird es sozusagen todsicher geben - gehören die Verantwortlichen in den Knast.

Ob die Kapazität des S21 Bahnhofes reicht, kann ich nicht beurteilen.

Mittlerweile zeichnet sich ja immer deutlicher der Abstieg Deutschlands ab. Stuttgart selbst wird das Detroit Deutschlands werden und weitgehend verarmen. Wenn auch im Rest der Republik die Industrieprodukten weitgehend verschwunden ist und nur wenig Ersatzarbeit vorhanden ist und Arbeitslosenquoten steigen und der Wohlstand drastisch sinkt(*), dann braucht es natürlich auch nicht ansatzweise den Zugverkehr im heutigen Umfang. Der Bahnhof dürfte also dann doch locker ausreichen und ist vermutlich dann sogar eher zu groß. Zumal aktuell schon auch überwiegend eher über Zugstreichungen diskutiert wird als über den Erhalt oder gar Ausbau des ÖV. Sh z.B. Lage im FV, sh Trassenpreisdiskussion, sh Zustand der öffentlichen Haushalte.

Wobei da das Gesel von all den NBS dann immer etwas bizarr wirkt. Weder gibt es Arbeiter zum Bauen noch Geld - Hauptsache, die ganzen Planer in den Plüschetagen haben Arbeit. Niemand hier wird einen Fernbahntunnel Frankfurt je befahren, die SFSn Bielefeld - Hannover - Hamburg je erleben oder gar eine NBS zwischen Frankfurt und Mannheim, wo man sich nach gefühlten 250 Jahren Diskussion ja noch nicht mal über die Trasse für die paar Kilometer einigen kann. Das sind alles Wolkenkuckucksheime. Zumal, wie erwähnt, eine Notwendigkeit für den Ausbau auch gar nicht besteht.

Was den Brandschutz angeht, bin ich kein Experte und erlaube mir kein Urteil.

Ich auch nicht. Das wird man sicherlich weitgehend in den Griff bekommen. Nichtsdestotrotz wird es trotzdem natürlich mal ein Feuerchen geben. Und dann hat man einfach entweder Pech gehabt oder Glück.

Wichtig ist, das S21 so bald als möglich eröffnet werden kann und ein nächster gennanter Termin auch sicher gehalten werden kann.

Ohne all die Löcher läuft der Laden auch. Da kommt es auf ein Jahrzehnt nicht an.

Würde man rein kaufmännisch und logisch und sinnvoll denken, käme jetzt statt Schrecken ohne Ende stattdessen das Ende mit Schrecken und der Abbruch des ganzen Projektes. Man hat dann zwar summasummarum bestimmt um die 20 Milliarden im Laufe der Jahrzehnte versenkt. Aber jeder gute Kaufmann weiß, dass man gutes Geld (das der Gegenwart und Zukunft) nicht schlechtem Geld hinterherwirft.

Natürlich weiß ich, dass man das nie machen wird. Das ist dann auch insofern gut, als dass es so wenigstens noch ein paar Arbeitsplätze für Menschen erhält, die da planen und rumwurschteln.

Die einzige mögliche Tauglichkeit der ganzen Tunnel könnte mit etwas Umbau vllt noch in Gestalt als Bunker dienen. Zivilschutz im Krieg. Dann wäre es nicht ganz sinnlos gewesen.

Ich werde nach der Eröffnung sicherlich per Bahn anreisen mir das ganze ansehen ohne Baustelle wie bisher.

Würde ich auch, wenn ich denn so biblisch alt würde.


Schöne Grüße von jörg

(*) @ na er weiß schon: das liegt dann allerdings weniger an der alten Generation, die mit ihrer Arbeit erst den Wohlstand für die Jünglinge geschaffen haben. Dass die jetzt meinen, Wohlstand erhält sich von allein und man muss dafür nichts tun und das wichtigste im Leben ist die LIFE-LIFE-work-Balance - daran geht der Laden zugrunde. Und statt dass sie arbeiten, beschimpfen sie dann noch die Alten, die hätten ihnen die Welt kaputt hinterlassen. Da schmeißt man sich weg vor Lachen. Uns Alten kann's aber egal sein - ihre Lebenslüge werden die Jungen ja selbst ausbaden dürfen. Geradezu bizarr, wenn dann ein anderer Jungspund hier z.B. das Milliarden-"Sondervermögen" auch noch feiert. Was eher mir obliegen müßte: ich brauch's schließlich nicht mehr zurückzahlen oder bezahle es mit einer Währungsreform ... Da merkt man, wo's Bildungsniveau hingeht ...

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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