Die Faust in der Tasche - mehr aber auch nicht (Allgemeines Forum)

Hustensaft, Sonntag, 08.03.2026, 18:21 (vor 8 Tagen) @ Der Blaschke

Bei soviel Arbeitnehmersicht ist schwerlich ein anderes Ergebnis zu erwarten: 1/3 der Befragten denkt über eine Kündigung nach.

Ja, Sie denken darüber nach - und am Ende steht die Erkenntnis, dass der erlernte Beruf, wenn es sich nicht ohnehin nur um angelernte Kräfte handelt, jenseits von Bahnunternehmen nichts wert ist. Die Alternativen wären dann das Sicherheitsgewerbe - da geht es nicht besser zu, dafür gibt es meist aber nur Mindestlohn -, das Reinigungsgewerbe - hoher Druck für Mindestlohn -, die Paktezustellung - auch hoher Druck und kaum mehr als Mindestlohn - etc. pp., man käme also vom Regen in die Traufe, würde sich materiell aber stark verschlechtern.

Aber:
Man könnte ja mal darüber nachdenken, was sich dagegen tun ließe ... Nun, notwendige gesellschaftliche Änderungen werden die Bahnunternehmen wohl kaum anschieben können, aber an der Frustvermeidung bei den Fahrgästen, da wäre sehr viel Luft nach oben: Zuverlässige Informationen, insbesondere bei Störungen, Pünktlichkeit, verfügbare Toiletten, aber auch verfügbares Personal - schon komisch, kaum ist ein Zug signifikant zu spät, lässt sich kein Schaffner mehr blicken, dabei bräuchten etliche Fahrgäste Unterstützung, das sind nicht alles "Profis" wie wir - und, bitte nicht lachen, freundliches Personal, so mancher Schaffner hat einen Ton am Leib, holla die Waldfee. Klar, rechtfertigt alles keine Übergriffe, es geht hier ja aber darum, was man präventiv gegen Übergriffe tun könnte.


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