Fenster auf, Schaufel in die Hand und raus mit dem Geld. (Fahrkarten und Angebote)

GoethesGarten, Montag, 26.01.2026, 12:43 (vor 4 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von GoethesGarten, Montag, 26.01.2026, 12:45

Sowas hatte ich auch schon. Kunde kommt rein und fragt ob er das Ticket umbuchen kann, weil er gerne früher fahren möchte. Er lebt in einer Einrichtung und das Ticket wurde von seinen Betreuern gebucht. Dann habe ich mir das Ticket angeschaut und festgestellt, dass es ein Deutschlandtarif-Ticket war (reines NV-Ticket; und viel zu teuer). Ich sagte ihm, er soll seinen Betreuern einen schönen Gruß ausrichten, dass das mit einem Länderticket deutlich billiger gewesen wäre (NST plus Ostharz 41,- Euro). Das war nämlich sein Geld, was die da sinnlos verpulvert haben. Und dass er keine Zugbindung hat, hatte man ihm auch nicht gesagt. Er war davon ausgegangen, dass er nur den Zug auf der Reiseauskunft nutzen darf. Also wenn nicht mal die Betreuer in der Lage sind sich vernünftig zu informieren... Ich habe ihm empfohlen, er soll sich die verschenkten 22,- Euro von den Betreuern zurückholen.

Aber auch bei Firmenreisenden habe ich diese Beobachtung gemacht. Die Firma des Kunden/der Kundin bucht irgendwas und am Ende passt das überhaupt nicht zu dem, was der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin eigentlich gebraucht hätte (z. B. Sparpreis statt Flexpreis).

Angela Merkel hatte vollkommen recht als sie 2013 sagte, dass das Internet für uns alle Neuland ist. Wenn man sich anschaut wie sich die Leute heute anstellen mit ihrem PC oder Smartphone. fallen auf gefälschte Seiten rein, buchen Tickets falsch, sind nicht in der Lage sich eine Fahrplanauskunft abzurufen, sind nicht in der Lage Fahrgastrechte einfach online geltend zu machen, nicht in der Lage zu erkennen, ob das Onlineticket eine aufgehobene Zugbindung hat usw. Und da spreche ich nicht von Senioren, Kindern oder ähnlich, sondern von Menschen die sich als hoch-intelligent ausgeben und alles besser wissen wollen. Und wenn man sie sanft mit der Nase darauf stößt, reagieren sie, als hätte man ihnen direkt gesagt, dass sie eben doch nicht so schlau sind wie sie glauben. Nein, ich bin auch nicht hoch-intelligent, aber ich weiß das und gebe Fehler zu.

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"Nein, ich verkaufe keine Fahrkarten! Ich spende Hoffnung, dass der Zug noch kommt!"


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