Dem stimme ich nicht ganz zu... (Allgemeines Forum)

Fernpendler, Donnerstag, 15.07.2010, 00:00 (vor 5833 Tagen) @ Frank Augsburg

Denn: was kann der Zugchef dazu, wenn die Klimaanlage aussteigt? Und was kann er für die körperliche Verfassung seiner Fahrgäste?

Meiner Meinung nach nichts. Jedoch hat das Zugpersonal eine gewisse Fürsorgepflicht.

Stellen sich folgende Fragen: 1) Kann der ZC eigenverantwortlich entscheiden? 2) Bekommt der ZC Druck von oben bzw. Leitstelle?

Es ist doch völlig klar - und wird auch so praktiziert - daß bei gesundheitlicher Gefährdung/ Beeinträchtigung von Fahrgästen der Zug angehalten und (vorher schon) ein Notarzt verständigt wird.

Ich hatte schon ne Leiche im Zug (Herzinfarkt). Siehe da, das Zugperso hat doch tatsächlich den Notarzt verständigt ;o) +90 mit Wagensperrung; BLÖD hat nicht aufgeschrien ;o)

Es mag ja sein, daß anderswo die Klimaanlagen ebenfalls aussteigen. Daß es Tfz- Schäden gibt, Signalstörungen, Stellwerksstörungen, Weichenstörungen, Türstörungen, "spielende Kinder im Gleis", BÜ- Störungen, Radschäden, Radsatzwellenschäden - etc. pp.
Was mir an der ganzen Sache auffällt, ist die Häufung im letzten Winter und aktuell. Und ich frage mich, wie das kommt.

1) Die Medien bauschen jede Bahnaktion auf
2) Die Medien reagieren extrem sensibel zum Thema Bahn
3) Der Kunde wendet seinen neuen Volkssport "Diffamierung via I-Net 2.0 auch auf die Bahn an
4) Die DB steht, wie jedes globale Wirtschaftsunternehmen auch, mittlerweile ökonomisch schwer unter Druck + Beobachtung durch die Gesellschfaft

Komisch, bei anderen Konzernen jaulen weder Medien noch Bürger bei Fehlern so auf, wie bei der Bahn.

Es mag wohl sein, daß die Klimaanlagen der ICE3- Spanien nach anderen Prinzipien ausgelegt worden sind als die der ICE1 und 2. Ich weiß es nicht sicher, aber vorstellen kann ich es mir. Zwischen beiden Baureihen liegen immerhin über 10 Jahre.

Als Anlagenbauer kann ich feststellen, dass es diverse Unterschiede bei Ländern unterschiedlicher Klimazonen gibt. Mittlerweile setzt jedoch ein Umdenken (Anpassungsprozess) ein. Siehe Klimawandel.

Es mag durchaus sein, daß DB Bahn ein schnittiges EVU ist. Meine persönliche Statistik an Verspätungen und schlechten Erlebnissen steht im krassen Gegensatz a) zu meinen Empfindungen und b) zur Darstellung der DB Bahn in den Medien.

Als Vielfahrer bin ich ganz Deiner Meinung ...

Nein, das ungute Gefühl resultiert von etwas anderem. Nämlich aus der Einsicht, in den sich häufenden Störungsfällen ZUSAMMEN MIT DEN ZUGPERSONALEN völlig mir selbst überlassen zu sein.

Meine Meinung: Die Mehrheit des Zugpersonals reißt sich für uns Kunden dann den A... auf, wenn man freundlich und ruhig auf selbiges eingeht und versteht, dass das Perso auch nur Menschen sind.

Darauf läuft die Geschichte meiner Meinung nach hinaus. Der Service (außer in den Zügen oder am Schalter) ist bei DB Bahn beendet, sobald die Kohle über den Tisch gegangen ist. Ab da: Sieh zu wie Du klarkommst.

Stimme ich definitiv nicht zu. Habe voll andere Erfahrungen gemacht.

Den Kollegen im Betriebsdienst kann ich nur die besten Zeugnisse ausstellen. Aber ihr Einsatz, ihr Engagement verpufft in dumpfer Unternehmensbürokratie, und all die schönen Verbesserungen am Service (na? erinnert Ihr Euch - Exzellenzmanager!) sind völlig am Ziel vorbei.

Höre ich mir morgens gerne von "meinem" Zub an ;o)

Wie weit weg dürfen die Führungspersonen eines EVU eigentlich vom Eisenbahnverkehr/ Eisenbahnbetrieb sein?

Siehe Politik ...

Grüße
Haiko


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