Das haben sogar Leute dort gemacht... (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 27.07.2025, 09:22 (vor 263 Tagen) @ Proeter

Ok, dann ergibt das mehr Sinn, jetzt hab ich ein konkretes Bild davon. Waren die Türen in den ersten 4 Stunden nicht vielleicht doch schon zwecks Belüftung geöffnet worden? Anderswo las ich, dass Leute rausgingen zum Rauchen…

Das mit der Stromabschaltung verstehe ich auch nicht. Man kann zwar elektrische Züge damit an der unabsichtlichen Durchfahrt hindern, Dieselzüge würde das hingegen nicht an der Durchfahrt hindern.

Oder man geht bei diesem Verhalten davon aus, dass alles möglich ist oder so.

Also ich hoffe eigentlich, dass da wirklich nochmal das ganze kritisch nachgefragt wird, wie es soweit kommen konnte. Das ist ein absolutes Versagen seitens der ÖBB. Irgendwie hab ich gehofft, dass meine Meinung, dass eigenständige Evakuierung schon nach so 1-2 Stunden die beste Option wäre, klarerweise falsch liegen muss. Ich habe im Nachhinein gehofft, irgendwas übersehen zu haben und nun die Situation besser zu verstehen.

Wenn ich aber jetzt die Tatsachen auf dem Tisch liegen sehe, bin ich ehrlich gesagt enttäuscht, dass ich jetzt weiß, dass diese Handlungsart tatsächlich eine gute Idee sein könnte, dass es tatsächlich möglich ist, dass man sonst über 5 Stunden im Stadtgebiet nicht vom Fleck käme.

Das Problem daran ist, nicht jeder kann sich eigenständig evakuieren. Der Höhenunterschied mag zwar nicht unüberwindbar sein und wenn man sich geschickt anstellt, kann man das sicher auch mit Gepäck sicher bewerkstelligen (man hat ja auch keine Eile dazu). Nur ist nicht jeder dazu körperlich in der Lage. Oder man möchte nicht den vermeintlich sicheren Zug verlassen, um unbekanntes, unsicher erscheinendes Territorium zu betreten. Man weiß vielleicht nicht, dass das rechtlich absolut gedeckt ist und man im Gegenteil ein Recht dazu hat und ohnehin gar nicht belangt wird, wenn man sich nicht zu blöd anstellt.

Sind so Vermutungen, wieso nicht eh die allermeisten schon vorher einfach weggingen.

Ich hab auf schienenweg.at von jemanden erfahren, der sich mit der Materie besser auskennt, gelesen, dass an sich vorgesehen ist, dass nach einem missglückten Abschleppversuch dann gleich die Evakuierung anzustoßen wäre. Dafür gibt es Prozeduren, das ist ja am Ende, viel zu spät, ja auch geschehen. Anscheinend ist da irgendwo was schiefgegangen. Dementsprechend hoffe ich wie gesagt, dass das gründlich aufgearbeitet wird, damit die Wahrscheinlich noch geringer ist, dass das wieder vorkommt. Denn das gute ist ja, sowas passiert auch einfach sehr selten.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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