Tschechien ist etwas eigen (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Freitag, 15.03.2024, 09:10 (vor 910 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.03.2024, 09:14

Davon hab ich denke ich ja zu Corona-Zeiten schon berichtet, man sieht Regeln etwas weniger eng, lässt gepflegt den Motor beim Ein- und Ausladen laufen, überschreitet gerne mal die Geschwindigkeitsbegrenzungen und in meiner Gegend sehe ich häufig waghalsige Überholmanöver.

Ein Schild, worauf Betreten verboten steht? Der Trampelpfad lässt daran zweifeln, dass Leute sich daran halten.

Oder einfach mal an einem Bahnhof eine Weile verbringen und dann schauen, wie viele sich an das Verbot halten, die Gleise zu überqueren . Da hab ich mal einen Batzen Leute gesehen, die wollten offenbar unvedingt ihren Bus erwischen, haben also die Gleise überquert, während bereits ein Zug recht nahe annaht und das Warnsignal nutzte (was man übrigens öfters hören wird).

Es ist nicht so wie im ungarischen Tatabánya, wo man die ganze Zeit die Reifen quietschen hört, aber es ist doch ein anderes Verständnis davon, wie Regeln befolgt werden als in Deutschland. Das kann halt solange funktionieren, bis es eben mal kracht. Und das sorgt bei Bahnübergängen eben für erheblichen Schaden. Weil eben wieder Autofahrer und auch LKW Fahrer, die vielleicht weniger gut bezahlt werden und für die dann Zeit Geld ist, das doch nicht so ganz genau nehmen.

Naja und während man in Österreich für den Ausbau der Nordbahn auf 160 km/h bereits vorgesehen hat, alle Bahnübergänge zu ersetzen oder abzureißen, sieht man in Tschechien eben durchaus nicht selten Bahnübergänge, wo Züge mit 160 vorbeibrettern.

Vielleicht bessert sich aber der Unterricht an Fahrschulen, sodass man in Zukunft das weniger oft sieht…

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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