Streikkasse und deren Inhalt (Allgemeines Forum)

mrhuss, FKON, Samstag, 06.01.2024, 01:06 (vor 850 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Zum Inhalt der Streikkasse ist zu sagen, dass die GDL dem Dachverband DBB (Deutscher Beamtenbund und Tarifunion) Mitglied ist. Der Dachverband schießt dann Gelder nach, wenn die Streikkasse der GDL leer ist.

Der Dachverband schießt nicht erst nach, wenn die Kasse leer ist, sondern zahlt direkt 50% des Streikgelds, früher hat er es sogar komplett gezahlt, bis die GDL das Streikgeld erhöht hat. Alter Artikel von 2015: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bahnstreik-so-viel-kostet-der-arbeitskampf-d...

Das stimmt schon alles. Aber in dem Dachverbänden sitzen keine - oder zumindest nicht überwiegend - Weselskies, und ich gehe davon aus, dass es von dort keinen unbegrenzten Freifahrtschein gibt, wenn weiterhin Geld fließen soll.

Nach dem, was an die Öffentlichkeit dringt, ist der DBB nicht begeistert. Meine Vermutung ist, dass hinter den Kulissen noch ganz anders gesprochen wird. Wie der Name schon nahelegt, sind in DBB-Gewerkschaften viele Beamte organisiert, die bekanntermaßen kein Streikrecht haben. Zu Bundesbahnzeiten war die GDL ja selbst eine klassische Beamtengewerkschaft.

Natürlich ist bei den Beamten eine gewisse Solidarität da, denn die anderen streiken ja für die Beamten mit. Der Staat orientiert sich bei den Beamtengehältern an den Tarifabschlüssen, somit kommt was dort erzielt wird, etwas später dann auch bei den Beamten an. Diese Solidarität ist allerdings nicht unendlich. Bei denjenigen Beamten, die in einer DBB-Gewerkschaft organisiert und gleichzeitig als Bahn-Kunden vom Streik betroffen sind, endet sie vermutlich eher früher.


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