Back to topic. "Fakten"? (Fahrkarten und Angebote)

sfn17, Freitag, 29.12.2023, 16:42 (vor 800 Tagen) @ J-C
bearbeitet von sfn17, Freitag, 29.12.2023, 16:45

Bloß hast du keine Fakten parat, warum eine pauschale Reservierungspflicht irgendwie sinnvoll oder gar notwendig wäre in Deutschland.

Ja, Du möchtest Dich über die Diskursebene vom Lagerfeuer der Diskussion wegschleichen:
Hier versuchst Du die Dir nun mehrfach vorgestellte Regelung in Frankreich ganz gefühlig abzuwatschen und kommst mit der scheinbar universell ultimativen Steinschleuderfrage "Fakten?".

"Fakten" sind sowieso ganz schwierig, aber das ist gar nicht mal das Problem. Es geht vielmehr um Abwägung von Entscheidungen und Handlungsweisen (hier des Bahnvorstands, der neue Angebotsstrukturen entwerfen möchte) - neuerdings gamifiziert mit Bewertungspunkten.

In einem sinnvollen Diskurs solltest Du knackige Argumente bringen, die gegen eine Reservierungspflicht bei der DB sprechen. Außer gefühligem "Im Zug stehe ich auch gerne." kam da noch nix.

Stichwort "Flexibilität": bei Reservierungspflicht ist schnelle Umbuchung möglich. Von Dir kommt hier nix mehr.

Als künftiges Mitglied in einem Bahnvorstand (was ich Dir von Herzen wünsche) muss da was Handfestes kommen. Gerne auch aus einer Analyse ex negativo der französischen und anderswoigen Verhältnisse (so würde ich nach Argumenten für Zustiegsfreiheit ohne Reservierung suchen). Sonst ist bei einer Präsentation die Qualitätsampel (die es wohl im Sitzungsraum geben soll) schneller rot, als Du Dich wieder hinsetzt.

Du entkräftest ja nicht einmal das Frankreich-Beispiel (etwa die seinerzeitigen Überlegungen der SNCF zur Résa-Pflicht in den TGV als aus heutiger Sicht vielleicht als überholt/veraltet zu entlarven). Es kommen auch keine Pro-Argumente für Zustiegsfreiheit (gibt bestimmt ein fachlicheres Wort dafür).

Die Argumentationsführungen des Herrn Nagl (drüben) sind rein strukturell und in der Tiefendimension schon eine andere Liga im Vergleich mit den ganzen Postings in Bahnforen. Das kann mensch mit 25 Jahren durchaus nachahmend lernen, wenn er mal mitmischen will. (Egal, was man von Herrn Nagl hält; ich kenne ihn nicht groß und habe keine Meinung zu ihm.)

Also. Was spricht für den flexiblen Zustieg?

(Ist "Flexibilität" ein so starkes Verkaufsargument? Wieso nehmen Reisende Flugzeugbindung bei Flugverkehr so willig hin? bei Bahnverkehr eigentlich auch irgendwie, weil Sparpreise gut verkauft werden? Da müssen einfach mal materielle Argumente kommen...)


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