Evolution des HGV-Systems und Mehrstöckigkeit (Allgemeines Forum)

bendo, Mittwoch, 16.11.2022, 14:29 (vor 1243 Tagen) @ Oscar (NL)

In der Pressemitteilung wird sozusagen HGV-Zug 3.0 präsentiert. Gibt es auch Studien bezüglich HGV-Strecke 3.0?
Ich nehme an:

+ Strecke 1.0 = 250 km/h, LZB, Schotteroberbau
+ Strecke 2.0 = 300 km/h, Option feste Fahrbahn, Option ETCS, digitale Schiene
+ Strecke 3.0 = 300+ km/h, ETCS by default, Vorbereitung für autonomes Fahren? "Internet of Things", "Machine Learning"?

an 300+ hat in D noch niemand denken wollen und ich denke das wird sich in Zukunft auch nicht ändern... Bezüglich eines Titels wie "HGV3.0" wäre es angemessen sich mehr als nur eine neue Fahrzeuggattung vorzustellen. Ähnlich wie in deinem (plausibel klingenden) Vorschlag zu HGV1.0=Projekt HGV = Entwicklung eines HGV-Verkehrs inklusive Züge und Strecken. Demgemäß könnte ich mir unter "HGV2.0" die Abkehr von der Höchstgeschwindigkeit bei neuen ICE-Modellen (ICE4) mit Konsequenzen für den Streckenausbau sowie einem passenden Netzkonzept vorstellen. "HGV3.0" wäre dann wieder eine Erweiterung des Systems, z.B. der Deutschlandtakt mit Erfordernissen im Streckenausbau und einer Neuerfindung hoher Geschwindigkeiten (Ma-S, N-Wü, H-Bielefeld, Wolfsburg-Berlin,...). Aber wer weiß ob wirklich was dahinter steckt: Letztlich kann eine beauftragende Stelle ihre Projekte nennen wie sie möchte...

Die neue Zuggeneration soll ab Anfang der 2030er Jahre zum Einsatz kommen, ältere ICE 3-Züge ersetzen und mit Blick auf stark wachsende Fahrgastzahlen die ICE-Flotte erweitern. Dabei setzt die DB auf maximal 400 Meter lange, mindestens 300 km/h schnelle, einstöckige Züge mit ca. 950 Sitzplätzen, die zusätzlich zum Fahrgastkomfort neue Maßstäbe auch bei der Energieeffizienz und der technischen Verfügbarkeit setzen sollen.

...

Da ist noch ziemlich viel offen. Nur die Einstöckigkeit liegt fest (aber das sind alle bisher gebauten ICEs). Länger als 400 Meter wäre für ein HGV-Zug unrealistisch.

Nicht dass ich es wünschte, aber weshalb verwehrt sich die DB so pauschal gegen einen Doppelstockzug im ICE-Verkehr? Klar, so einfach wie beim InterCity, auf einen NV-Zug ein "IC" drauf kleben, käme man bei einem HGV-Doppelstockzug wohl nicht hin. Bei einer so offenen Konzeptstudie könnte man die Zahl der Stockwerke zunächst doch auch noch offen lassen?

Gruß, bendo


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