...der neue ICE könnte ein Franzose sein... (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 16.11.2022, 09:12 (vor 1240 Tagen) @ Henrik

Hallo ICE-Fans,

Die Deutsche Bahn (DB) hat bei der Entwicklung der neuen Generation des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland (HGV 3.0) den nächsten Meilenstein erreicht...

HGV 3.0, das bedeutet, dass es auch HGV 1.0 und 2.0 gibt.
Ich nehme an:

+ HGV 1.0 = Projekt HGV?
+ HGV 2.0 = wie hier beschrieben?

In der Pressemitteilung wird sozusagen HGV-Zug 3.0 präsentiert. Gibt es auch Studien bezüglich HGV-Strecke 3.0?
Ich nehme an:

+ Strecke 1.0 = 250 km/h, LZB, Schotteroberbau
+ Strecke 2.0 = 300 km/h, Option feste Fahrbahn, Option ETCS, digitale Schiene
+ Strecke 3.0 = 300+ km/h, ETCS by default, Vorbereitung für autonomes Fahren? "Internet of Things", "Machine Learning"?

Als Ergebnis einer Ausschreibung hat die DB Alstom Transport Deutschland und Siemens Mobility heute beauftragt, gemeinsam mit der DB jeweils ein voneinander unabhängiges Fahrzeugkonzept zu entwickeln. Dabei wird die DB ihre Expertise als Betreiber einer der weltweit größten Hochgeschwindigkeitsflotten in die Entwicklung der neuen Zuggeneration einbringen.

Siemens und Alstom... der neue ICE könnte also auch ein Franzose werden. Na gut, so ganz unbekannt ist Alstom in Deutschland nun auch wieder nicht: TRAXX-Maschinen, Twindexx Vario Dostos, Coradia Continental Regiotriebwagen...

Die neue Zuggeneration soll ab Anfang der 2030er Jahre zum Einsatz kommen, ältere ICE 3-Züge ersetzen und mit Blick auf stark wachsende Fahrgastzahlen die ICE-Flotte erweitern. Dabei setzt die DB auf maximal 400 Meter lange, mindestens 300 km/h schnelle, einstöckige Züge mit ca. 950 Sitzplätzen, die zusätzlich zum Fahrgastkomfort neue Maßstäbe auch bei der Energieeffizienz und der technischen Verfügbarkeit setzen sollen.

Zur Vorbeugung von Missverständnissen: damit ist also nicht die BR408/ ICE3neo gemeint? (die soll ja vor 2030 kommen)

Da ist noch ziemlich viel offen. Nur die Einstöckigkeit liegt fest (aber das sind alle bisher gebauten ICEs). Länger als 400 Meter wäre für ein HGV-Zug unrealistisch.

Für den ICE-Fan wäre so ein 400m-Zug ein Leckerbissen. Macht zudem fit und gesund = man reserviert einen Sitzplatz in Wagen 1 und macht Verzehr im BordBistro in Wagen 12, 275 m weiter.
Als pragmatischer Niederländer sehe ich allerdings den 400m-Zug nur als sinnvoll auf der Langstrecke im deutschsprachigen Bereich. Für die sprachenbarrierenübergreifenden ICEs wäre eine 200m-Variante sinnvoller, die man dann in Deutschland mit einem weiteren 200m-Zugteil verstärkt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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