Was haben Rosenheim und Amstetten gemeinsam? (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 15.09.2022, 09:56 (vor 17 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 15.09.2022, 09:59

Na ja, der Vergleich zwischen der Mostviertel-Metropole und jener bayerischen Polizeistation mit angeschlossenem Biergarten hinkt aber schon ziemlich ;-).

Immerhin genug los, dass man den Busverkehr dort eigenwirtschaftlich abwickeln kann.

In Amstetten halten bis zu 58 WESTbahn-Züge täglich, in Rosenheim max. 12. Also ist Amstetten fast 5mal so wichtig wie Rosenheim! :-)

Die Strecke um Amstetten ist auch viergleisig ausgebaut, die um Rosenheim nur zweigleisig. Der Brenner-Nordzulauf könnte hier helfen.

Übrigens planen die ÖBB angeblich ein Ende des RJ-Halts in Vöcklabruck (was die Vöcklabrucker nicht freut). Man will für etwas mehr Pünktlichkeit auf der überlasteten Strecke Salzburg-Attnang sorgen.

Vielleicht stehen auch Bauarbeiten an, denn einfach so will man den Halt sicherlich nicht aufgeben wollen.


Und was den Takt-Knoten Rosenheim betrifft: Die (wenigen verbliebenen) Kunden der BRB sind Kummer gewohnt. Die BRB muss sich sowieso immer in Luft auflösen, wenn ein (verspäteter) Ösi-Zug kommt. Da muss man schon ne gehörige Portion Masochismus mitbringen, wenn man täglich mit der BRB pendelt.

Ich bin ein paar Mal im RE5 im Juni gefahren, das war eigentlich ganz angenehm drin. Verspätungen sind aber anscheinend etwas, womit man rechnen muss.

Hab ja immer gesagt, dass ein Ausbau Salzburg-Rosenheim mehr als nur dringend nötig wäre. Ein Neubau über Mühldorf ist ja nett, ändert aber an der Überlastung der Chiemgau-Strecke wenig bis nichts.

Da habe ich auch an sich wenig einzuwenden, die Infrastruktur ist dort bereits auf eine sehr hohe Kapazität ausgelegt. Ob ETCS da allein helfen kann, halte ich für fraglich. Der Ausbau München - Salzburg über Mühldorf legt definitiv Kapazitäten frei. Salzburg - Kufstein ist derweil eher nicht der große Frequenzbringer. Sowohl der Ausbau München - Mühldorf - Freilassing als auch der Brenner-Nordzulauf werden dringend notwendige Entlastung bringen, die den Kalkulationen zufolge auch nachhaltige Wirkung entfalten.

Ein Ausbau Freilassing - Rosenheim, Salzburg - Freilassing ist ja schon dreigleisig ausgebaut - ist definitiv wünschenswert, aber ich prophezeie, dass ein Großteil davon im Tunnel verlaufen muss und dementsprechend ganz schön teuer wird.

Wünschenswert wäre es, denn ich wette, die BEG würde gerne den RE5 im Halbstundentakt laufen lassen und auch im Korridorverkehr könnte es ein Interesse an einem Ausbau des Angebots geben.

Die WESTbahn wollte schon einmal nach Innsbruck fahren, hat sich von der Kalkulation aber nicht ausgegangen. Sollte das Angebot ausgebaut werden, könnte jedoch der Druck auf einen Infrastrukturausbau steigen.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
[image]
(Bildquelle: ČD)


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum