Schöne Nachttour für Interrail Österreich ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Freitag, 17.06.2022, 17:02 (vor 13 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Der Blaschke, Freitag, 17.06.2022, 17:03

Huhu.

Ich bin ja immer noch happy, dass es zu meinen TMT-Zeiten hunderte Möglichkeiten gab, die Nacht im Zug zu überbrücken. JHV und so ist ja viel zu teuer - und damaks im Vorinternetzeitalter war Informationsbeschaffubg und Buchung auch deutlich mühseliger. Und außerdem empfinde ich es als völlig sinnentleert, einen Haufen Geld nur dafür auszugeben, um die Welt zu verschlafen.

Also wurde damals im Zug gepennt. Es gab ja reichlich D-Züge. Die LEGENDÄREN Posteilzüge zwischen Augsburg, Nürnberg bzw München Stuttgart.

Im D-Zug gehörte das Abteil nachts uns Abenteurern - morgens zum Berufsverkehr ging dann der Kampf mit den nervigen Pendlern los. Die uns natürlich verachteten - und uns unsere schönen Liegen streitig machten. Vordergründig gewannen meist die Pendler. Aber es gab nichts schöneres, als in ihre in Sauerkraut getunkten Gesichter zu sehen, ihrer Muffelei zu lauschen und überhaupt ihre schlechte Laune über das eigene traurige Dasein zur Kenntnis zu nehmen - im Wissen darum, dass uns ein neuer Tag Freizeit und Freiheit bevorsteht und wir wieder tolle Dinge erleben werden den ganzen Tag. Und in allem Tun frei sind - es ist eine Netzkarte für alle Züge ohne Aufpreis (von EXTREM wenigen Ausnahmen abgesehen).

Mit den neuen IC bietet sich da für Österreich auch eine neue kostengünstige Nachtüberbrückung an. Wien 21.55h bis Salzburg 0.51h/2.48h zurück nach Wien 6.05h.

2x 3 Std Schlaf; okay, etwas Pause in Salzburg. Aber so braucht man nicht die Nacht auf einem Wiener Bahnhof verbringen. Oder sich ne Behausung suchen ...


Ich erlebte sowas in der Art neulich mit dem 9€-Ticket. Ich hatte in Bremen Pause von 0.51h bis 5.07h. Warum jetzt ein Hotel suchen? 1.30h mit der N 7 nach Betriebshof Blumenthal. 2.46h da, 3.05h retour. 4.23h wieder in Bremen am Hbf. Perfekt! Oki, auf der Hinfahrt war ein blöder Citaro - aber zurück ein schöner MAN-Gelenkzug.


Einziger Schönheitsfehler: im hohen Alter ist man nach einer Nacht ohne Schlaf erstmal fertig und braucht ein Sauerstoffzelt. Früher, in jungen Jahren: eben 4 Std pennen und dann wieder raus ins Leben!

Drum ermuntere ich das junge Partyvolk im Zug auch immer, die Jugend zu genießen und die Sau so richtig rauszulassen! Dann sind sie immer freudig irritiert - von Erwachsenen sind sie sonst eher Genörgel gewohnt ...


Schöne Grüße von jörg


der sein Alter aber auch daran spürt, dass immer weniger Leute wissen, dass sein Aufdieweltgekommentag früher mal ein Feiertag war in der BRD ...


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