Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 3/3 (Reiseberichte)
Willkommen im letzten Teil!
Zuerst beginnen wir mit einer Wanderung zum Kap Skuljika, der südlichste Zipfel der Insel, auf dem sich ein Leuchtturm befindet. Dazu muss man aber eine Art Bergkette überwinden.
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Ja, hier ging der Weg/Pfad hoch..
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Am Ziel angelangt - vom Leuchtturm habe ich dummerweise keine geeigneten Fotos, er befindet sich jedoch direkt links neben der Fotostelle. Man sieht hier die unbewohnte Felseninsel Prvic, das zu erkennende Gebäude ist ein Leuchtturm bzw. dazugehörige Anlagen. Diese Leuchtturmstation war bis weit in die 2000er Jahre noch dauerhaft durch einen Wärter besetzt gewesen, heute steht das Gebäude leer.
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Blick zurück - links hinter der kleinen Bucht schlängelt sich der Wanderweg den Berg hoch
Nach der schweißtreibenden Wanderung wagte zumindest ich dann einen Sprung ins Meer, auch wenn es doch ordentlich kalt war. Am Nachmittag wärmte die Aprilsonne einen aber schnell wieder auf.
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Badestrand in Baška
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Das Foto entstand bei der Rückfahrt zur Unterkunft, aus dem fahrenden Auto heraus. Ich fand die Farben schön..
Am Abreise-Ostermontag sahen wir uns noch ein wenig im Nordosten der Insel um, wo es doch weniger felsig und karg, dafür um so grüner ist. Hier ist die Uferzone zum Meer hin in der Regel flach, Steilküsten gibt es keine mehr.
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Im Hintergrund das Nordende der Insel Cres und dahinter der Učka-Naturpark
Sehenswert ist auch das Dorf Omišalj, nördlichste Siedlung der Insel, welches auf einem 80m hohem Felsen über der Kvarner Bucht thront und bereits im 3. Jahrhundert durch die Römer gegründet wurde.
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Der ganze Ort war noch völlig im Winterschlaf, die leeren engen Gassen hatten jedoch etwas romantisches
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Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten ;-)
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Hier gibts dann doch nochmal eine Steiküste, mitten im Dorf
Im Anschluss wurde dann der Mietwagen über die gut ausgebaute Küstenstraße nach Rijeka gebracht und dort wieder abgegeben. Die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt des Nachtzuges überbrückten wir mit einem kleinen Spaziergang durch Rijeka. Die Stadt hat durchaus ihren Reiz und einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, ist aber doch von ihrer Geschichte als Industrie- und Hafenstadt geprägt und hat daher auch zahlreiche "Schandflecken", z.B. damals den Bahnhof..
Das Restaurant "Conca d'oro" in der Fußgängerzone sei hiermit empfohlen. Die Suche nach einem geöffneten Laden, der Lebensmittel (fürs Frühstück und als Proviant) im Angebot hat, gestaltete sich am Ostermontag hingegen schwierig. Zwar gab es noch Klamottenläden, die geöffnet hatten, aber der einzige auffindbare Supermarkt sowie Bäckereien hatten am Nachmittag bereits zu. So bestand der Proviant dann aus Dosenbier und Wasser sowie ein paar Keksen aus einem Tabakshop und Croissants fragwürdiger Konsistenz, die ich in einem Café ergattert habe. Man muss manchmal halt einfach improvisieren^^
Für die Rückfahrt hatten wir den Liegewagen Ljubljana - München (4er Belegung) gebucht, da der direkte Schlafwagen an dem Tag fast 300€ gekostet hätte. Für den Abschnitt Rijeka-Ljubljana gibt es ein Sonderangebot "Ljubljana Spezial" für 9 Euro pro Erwachsener. Die Tickets haben keine Zugbindung und sind bis kurz vor Abfahrt am Schalter (aber auch nur dort) erhältlich. Online sind sie nicht verkaufbar und im Zug wird der deutlich teurere Normalpreis verkauft.
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Abendstimmung am Bahnhof Rijeka
Dazu noch eine kleine Anekdote: An dem Abend der Rückfahrt schaute ich zufällig nochmal auf die Tickets. Ich hatte die Tickets Rijeka-Ljubljana am Schalter in Rijeka bereits am Ankunftstag gekauft. An sich war der Kauf unproblematisch, die dort diensthabende Dame könnte zwar bereits zu jugoslawischen Zeiten dort gesessen haben, konnte aber überraschenderweise etwas Englisch. Aus irgendwelchen Gründen kann man offenbar keines dieser Tickets für zwei Personen ausstellen, somit bekam ich zwei Ausdrucke für je eine Person. Bei dem zweiten Ticket hatte sie jedoch vergessen das Datum auf den Tag der Rückreise abzuändern. Somit hatte ich nun ein Ticket für den richtigen Tag, und eines, welches bereits abgelaufen war. Dummerweise hatte ich nur das Datum des ersten Tickets kontrolliert.
An dem Abend der Rückfahrt hatte jedoch die gleiche Dame Dienst (wahrscheinlich gibt es nur diese Dame dort^^). Sie hat nach Erklärung auch verstanden um was es geht, und sich entschuldigt, zurücknehmen wollte sie das falsche Ticket aber auch nicht, weil es nicht stornierbar ist. Ich hätte das Ticket nach Erhalt überprüfen müssen. Mag sie Recht haben, ich denke, die identische Aussage hätte ich auch in einer deutschen Fahrkartenausgabe zu hören bekommen. Sie meinte zwar noch, dass vielleicht der Schaffner ein Auge zu drückt, wenn man ihm die Situation erklärt, das Risiko war mir dann aber keine 9€ Wert (erstens weil die HZ-Schaffner in den Sitzwagen nicht so aussehen, als könnten sie Englisch, und zudem, weil ja auch die Slowenen noch ein Wörtchen mitzureden haben). Also kaufte ich halt noch eins mit dem richtigen Datum. Im Nachhinein habe ich die drei eingescannten Tickets zusammen mit einer auf englisch verfassten Mail bzgl. des Fehlkaufs an "reklamacije@hzpp.hr" gesandt. Ich hatte keine ernsthafte Erwartung überhaupt eine Antwort zu bekommen, allerdings bekam ich nach einigen Tagen eine nett verfasste Mail, dass man den Vorfall zutiefst bedauere und mir gerne aus Kulanz den Betrag des zu viel gekauften Tickets auf meine Kreditkarte zurückerstatten werde. Damit hätte ich nie gerechnet und mir war es im Nachhinein fast schon peinlich, dass ich den Kroaten diese unfreiwilligen Mehreinnahmen nicht belassen habe :D
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rechts unser Zug, links eine bunte Lok und irgend ein "Ranzkarren"
Der Zug hatte neben dem (diesmal tatsächlich verkehrenden) Kursschlafwagen und -Sitzwagen nach München vier slowenische Sitzwagen dran, alles Abteilwagen mit zu öffnenden Fenstern. Nach München gab es diesmal wieder zwei oder sogar drei Sitzwagen, weil eine Pfadfindergruppe mindestens einen ganzen Wagen gebucht hatte.
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Den Wagen hatten wir bis Ljubljana alleine
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Die Abfahrt in Rijeka erfolgte völlig pünktlich...
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Bahnhof Opatija-Matulji bei Nacht
Auch in Ljubljana kamen wir fast pünktlich - mit minimaler Verspätung die wir uns erst kurz vorm Ziel eingefahren hatten - an. Sämtliche Grenzkontrollen und Lokwechsel verliefen also reibungslos :- ) Ok, der Zug war erneut nur mäßig gefüllt.
An dem bereits in Ljubljana bereitstehenden Zugteil aus Zagreb erwartete uns dann der Liegewagenschaffner schon, wir waren wohl die einzigen hier zusteigenden Fahrgäste. Nach mehrmaliger Aufklärung darüber, dass schon Nachtruhe herrschte, brachte er uns zum Abteil, welches wir glücklicherweise für uns alleine hatten. Viel unbequemer als die Schlafwagen empfinde ich die HZ-Liegewagen übrigens nicht, das Klimaanlagen-Lüfterproblem haben sie leider auch.
Irgendwann gegen halb fünf in der Früh kam dann die Bayerische Grenzpolizei zur bekannten Einreisekontrolle, die ging zwar schnell (kurze Sichtkontrolle des Passes), war aber wie üblich in unnötig barschem Ton. Das bekommen die Slowenen und Kroaten freundlicher hin. In München kamen wir pünktlich an, wobei ich die Ankunft um kurz vor 6 einfach für etwas zu früh halte. Immerhin soll der Zug wohl zukünftig bis Stuttgart weiterfahren, vielleicht keine schlechte Idee.
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Hier noch die Tickets. Weiß jemand, warum als Beförderer des EN auf der Hinfahrt 1181 (ÖBB), 1179 (SZ) und 1178 (HZ) angegeben waren, auf der Rückfahrt aber nur 1179 (SZ) steht? Wäre mir neu, dass die SZ als Beförderer bis München fungiert..
Die Zeit der pünktlichen Züge war dann auch vorbei, Streckensperrung auf der NIM, Ende offen. Die DB kommunizierte zu dem Zeitpunkt eigentlich garnix, außer dass die Züge bis auf weiteres in Ingolstadt zurückgehalten werden. Dass man stattdessen über Augsburg fahren konnte, wurde dem in München wartenden Fahrgast nicht vorgeschlagen. Entsprechend leer war der über Augsburg verkehrende Zug dann auch. Immerhin gab es noch gratis Lindt-Osterhasen vom Bordgastronom.
Insgesamt war es ein toller Kurzurlaub, welcher problemlos per Bahn durchgeführt werden kann. Das Sahnehäubchen war halt zu dem Zeitpunkt das tolle Wetter :)
Ich hoffen, der ein oder andere konnte sich an den Bilchen erfreuen.
Fragen oder sonstigen Rückmeldungen - jederzeit gerne.
Viele Grüße
bahnfahrerofr.
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- Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 1/3 -
bahnfahrerofr.,
27.02.2022, 19:47
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Markus-P,
28.02.2022, 19:19
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bahnfahrerofr.,
28.02.2022, 19:22
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Markus-P,
02.03.2022, 06:22
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bahnfahrerofr.,
02.03.2022, 09:22
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05.03.2022, 09:47
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bahnfahrerofr.,
05.03.2022, 16:54
- Regiojet Kroatien - bahnfahrerofr., 09.03.2022, 15:31
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05.03.2022, 09:47
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bahnfahrerofr.,
02.03.2022, 09:22
- Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 1/3 -
Markus-P,
02.03.2022, 06:22
- Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 1/3 -
bahnfahrerofr.,
28.02.2022, 19:22
- Falsche Richtung. Falscher Fotostandort. Ansonsten: TOP -
Der Blaschke,
28.02.2022, 20:13
- Falsche Richtung. Falscher Fotostandort. Ansonsten: TOP -
bahnfahrerofr.,
01.03.2022, 09:24
- Falsche Richtung. Falscher Fotostandort. Ansonsten: TOP - JeDi, 01.03.2022, 09:43
- Nachtzug Angebot 2005/2006 - wachtberghöhle, 01.03.2022, 09:58
- So war das damals! -
Der Blaschke,
01.03.2022, 16:19
- So war das damals! - bahnfahrerofr., 03.03.2022, 08:22
- Falsche Richtung. Falscher Fotostandort. Ansonsten: TOP -
bahnfahrerofr.,
01.03.2022, 09:24
- Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 2/3 - bahnfahrerofr., 05.03.2022, 16:36
- Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 3/3 - bahnfahrerofr., 05.03.2022, 21:16
- Vielen Dank - MC_Hans, 09.03.2022, 21:04
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Markus-P,
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