Bebilderte Reisenotizen - Ostern an die Kvarner Bucht 2/3 (Reiseberichte)

bahnfahrerofr., Samstag, 05.03.2022, 16:36 (vor 1478 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Hallo,

nachdem in Teil 1/3 überwiegend Bilder der Anreise zu sehen waren, gibt es nun ein paar Schnappschüsse von der Insel Krk (ohne Bahnbezug). Wer also nur an Bahn-Content sehen mag, kann den Teil guten Gewissens überspringen :-)

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Hafenpromendade Baška - im Hintergrund das Velebit-Gebirge (links) und eine unbewohnte Nachbarinsel

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Der wohl relativ bekannte Urlaubsort Baška liegt ganz im Süden der Insel und ist übrigens per Direktbus von DB Arriva (zumindest im Sommer) mehrmals täglich an Rijeka angeschlossen. Am berühmtesten ist der Ort wohl für seinen halbkreisförmigen 1,8km langen Kiesstrand mit entsprechend langer Strandpromenade, an der sich zahlreiche Restaurants und Bars befinden. Auch gibt es in dem Ort zwei größere Hotels (was für die Insel eher ungewöhnlich ist). Die dahinter liegende "Fußgängerzone" in der Altstadt finde ich aber bis auf die fehlende Aussicht deutlich schöner, als die Promenade direkt am Wasser.

Baška liegt am Ende eines etwa 10 km langen, anfangs sehr engen, in Richtung Meer hin immer breiter werdenden Tals, welches seitlich von steilen und äußerst kargen Felshängen eingerahmt ist. Ich fand die Fahrt dorthin (am hinteren Ende des Tals mit Serpentinenstrecke) schon ein Erlebnis wert. Jedenfalls ist dieses Tal äußerst fruchtbar und grün und hebt sich damit schön von der umgebenden "Mondlandschaft" ab - Google Maps Satellitenbilder zeigen dies sehr eindrucksvoll.

Bei der auf einem Hügel östlich des Ortes gelegenen Crkva sv. Ivan kann man kostenlos parken und auf einem sehr schönen Wanderweg durch Pinienwälder das Bergplateau erklimmen, fast vollständig im Schatten. Schon bei etwa 2/3 des Weges hat man eine wunderbare Aussicht auf die Bucht:

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Bucht von Baška mit Ausläufern der gegenüberliegenden Bergkette

Auch hier war wieder sehr schön zu spüren, wie sommerlich die Vegetation Mitte April schon war.

So schön grün wie der Weg ist es oben auf dem Plateau jedoch nicht, dieses gleicht einer Art "Mondlandschaft":

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Im Hintergrund links die Insel Prvic und dahinter Ausläufer der Insel Rab

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Man könnte hier oben auch einen mehrstündigen Rundweg auf dem "Mond" laufen, wenn man dies möchte. Der April wäre wahrscheinlich auch ein geeigneter Monat gewesen.

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Zurück kann man auch über die Vrženica-Schlucht laufen (s.o.), eine Art Canyon, ca. 3 km lang, erfordert jedoch gute Trittsicherheit.

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Allgegenwärtig sind diese Steinmauern, die als Umzäunung für Schafe dienen. Und natürlich der tolle Ausblick auf das türkise Wasser.

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An der Küstenlinie entlang führt ein Pfad zurück bis zum Ausgangsort der Wanderung, wo man noch an einigen leeren Buchten und einem im April völlig verwaisten Campingplatz vorbei kommt.

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Die letzten Meter waren dann schon fast in Richtung Sonnenuntergang, dennoch reichte die Zeit noch für ein Abendessen an der Hafenpromenade in Baška (wobei wir hier erstmal ein Restaurant suchen mussten, was schon geöffnet hatte).

An einem anderen Tag war dann die Besteigung des höchsten Berges der Insel geplant (dem Veli Vrh, immerhin ca. 550 m ü.N.N.). Der Aufstieg ab dem letzten Parkplatz dauerte so zwei Stunden, der Abstieg gut die Hälfte, trotz der Jahreszeit war es schon schweißtreibend. Im Sommer würde ich es nicht machen :D

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Blick in die Bucht von Punat, links im Hintergrund Krk (Stadt) in der nächsten Bucht und am Horizont die Berge des Učka Naturparks

Einen richtigen Gipfel gibt es nicht, es ist einfach der höchste Punkt auf einem Hügel, wo jemand einen Steinhaufen aufgehäuft hat. Dennoch ist die Aussicht über die Inselwelt toll.

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Den ganzen Auf- und Abstieg haben wir keinen Menschen getroffen, nur dieses Schaf.

Als Kontrastprogramm folgte dann noch ein Besuch der Stadt Krk. Hier war einiges los, weil Ostersonntag war und die einheimische Bevölkerung nach Besuch der Gottesdienste in die (plötzlich geöffneten) Restaurants strömte.

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wer findet das Osterei?

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.. aber auch ruhige Ecken hat die Stadt zu bieten.

Insgesamt sollte man einen Besuch der Stadt nicht auslassen, wenn man auf der Insel ist. Im Vergleich zu Cres und Rab, den Hauptorten der beiden Nachbarinseln, fällt die Stadt aber ein bisschen ab. Ganz nett ist es trotzdem, vor allem natürlich in der Nebensaison. Ein Besuch im Kastell wäre dann noch ein schönes Ziel.


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Abendessen gabs dann jedoch in Vrbnik, wo sich unsere Unterkunft befand. Dort war abends noch weniger los als sowieso schon, und außer dem teuren Restaurant vom ersten Abend und dem Hotel gab es nur diese Pizzeria, die geöffnet hatte. Man sitzt dort aber auch ganz nett (es gibt auch noch offene Terrassen mit freiem Blick in Richtung Meer, etwas unterhalb, die aber leider zu dem Zeitpunkt nicht eingedeckt waren). Ein empfehlenswertes Lokal, die Pizzen waren gut und sehr preiswert. Der Name steht auf der Serviette^^

Damit war es das schon mit dem zweiten (bahnlosen) Teil, im letzten Teil gibt es dann noch ein paar Restfotos von der Insel und meine spärliche Fotoausbeute von der Rückfahrt.

Einen schönen Abend wünscht

bahnfahrerofr.


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