Wie man die nächsten Kunden vergrault ... (Aktueller Betrieb)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 23.09.2021, 20:42 (vor 1767 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu.

RE 7 wird in Hamm irgendwann mit plus 25 angesagt. Erst waren es 10, dann 15, dann 20. Planabfahrt xx:59. Die Kunden rechnen. Wird also Abfahrt yy:24.

Da können sie ja besser rübermachen zu RB 89, die zur Min yy:20 fährt.

Bislang hielten sie aus - aber nach den 'plus 25' tapern sie alle rüber zum anderen Bahnsteig und sind weg. Der Zug steht ja auch schon da.

Nur: der RE 7 hält nur in Drensteinfurt und Hiltrup - die RB 89 dazu in Bockum-Hövel, Mersch und Rinkerode.

Was also passiert: die RB 89 wird irgendwann auch mit Verspätung angezeigt. Erst plus 7, dann plus 12. "Verspätung eines vorausfahrenden Zuges". Weil man natürlich erst den RE 7 vorläßt.

Und so sitzen sie dann drüben auf Gleis 2 in ihrer heute einteiligen Eurobahn schön gedrängt und gestapelt, während sie dem von Gleis 4 wegfahrenden, leeren RE 7, in den keine 5 Fahrgäste eingestiegen sind, beim Losdüsen zuschauen dürfen ...

Weil niemand da ist, der mal durchsagt, dass der RE 7 vor der RB 89 ausfahren wird ...

Ich weiß: Bahnalltag. Nur wird über solch Kleinkram ja eher selten berichtet. Während man in den Plüschetagen Deutschlandtakte, Eurocitys und Europanachtzüge plant und gar nicht versteht, warum die Kundschaft immer über die Eisenbahn lästert ...


Und die RB 89 soll jetzt statt :47 um :59 in Münster eintreffen. Ob da nun wer unnötig seinen Anschluss gefährdet oder verpasst, weil er rübermachte vom RE 7 zur RB 89? Ich weiß es nicht - aber es würde mich nicht erstaunen.

Schöne Grüße von jörg


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