Beispiel: Strasbourg-Bordeaux (Allgemeines Forum)

JanZ, Ha(n)sestadt, Donnerstag, 22.07.2021, 20:58 (vor 65 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von JanZ, Donnerstag, 22.07.2021, 20:59

Zum Beispiel Strasbourg-Bordeaux. Lohnen sich da keine schnellen Direktzüge?

Mit Sicherheit nicht. Straßburg und Bordeaux haben beide weniger als 300.000 Einwohner. Da lohnt es sich nicht, womöglich noch mehrmals am Tag einen Zug nonstop quer durchs ganze Land zu schicken. Das entspräche in Deutschland etwa einem Nonstop-Direktzug Lübeck–Augsburg. Den hat selbst hier noch niemand gefordert :-).

Man muss fast immer in Paris umsteigen (i.d.R. Umsteigezeit >1h). Das dauert insgesamt 5:15 h. Das heißt die Strecke wäre direkt in 4 h zu schaffen. Das wäre doch super?!

Die paar Direktzüge sind aber Bummel-TGV, die an allen Zwischenstationen halten und damit länger brauchen als die TGV mit Umstieg in Paris.

Das ist halt die Kehrseite des auch hier immer wieder gelobten französischen Systems. Wobei ich finde, dass es schon ganz gut zur dortigen Geografie passt. Schwieriger finde ich es in der Tat, die wenigen Direktzüge überhaupt zu finden, weil man wissen muss, dass es sie gibt und zu welcher Tageszeit sie fahren. Und selbst dann wäre man über Paris manchmal noch schneller.

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Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)


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